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Sachsenross

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Das Sachsenross (auch: Niedersachsenross, Welfenross) ist ein ausserst populares heraldisches Motiv fur das Volk der Sachsen, das alte Stammesherzogtum Sachsen und die aus ihm entstandenen politischen Einheiten, vor allem fur die welfischen Herrschaftsgebiete, aber auch – in abgewandelter Form – fur das Land Westfalen (siehe auch: Westfalenpferd). Heute ist es das Wappen des Bundeslandes Niedersachsen.

Das Sachsenross hat keine Beziehung zu den historischen Territorien auf dem Gebiet der heutigen Bundeslander Sachsen, Thuringen und Sachsen-Anhalt. Der Name dieser Territorien beruht darauf, dass nach dem Sturz von Heinrich dem Lowen der Titel 'Herzog von Sachsen' an die Familie der Askanier und spater an die Familie der Wettiner neuvergeben worden war. Diese Dynastien hatten sich bei der Eroberung slawisch bewohnter Gebiete im Osten verdient gemacht und nahmen die Stammesbezeichnung elbaufwarts mit sich. Die dort kolonisierende deutschsprachige Mischbevolkerung beanspruchte das Sachsenross jedoch nicht fur sich. Zur Unterscheidung wurden spater die Begriffe 'Obersachsen' und 'Niedersachsen' gepragt.

Das Wappenbild der 'Niedersachsen' besteht aus einem weissen springenden Pferd im roten Schild. Schon zum Zeitpunkt seines ersten Auftretens im 14. Jahrhundert war es mehr ein volkstumliches, regionales Symbol als ein dynastisches Herrschaftszeichen, also mehr ein Symbol fur das Land und sein Volk als fur die regierende Herrscherfamilie der Welfen. Dies macht bis heute seine ungemeine Popularitat aus, die sich bis heute in der Volkskunst aussert. Seine Wirkung als regionales Identitatssymbol ist nur noch mit der Ausstrahlung des bayerischen Rautenwappens, dem Familienwappen der Wittelsbacher, zu vergleichen.

[[Bild:Coa_de-niedersachsen_300px.png|thumb|Das Sachsenross als Wappen des Bundeslandes ]]

thumb|Weisses springendes Pferd vor rotem Himmel


Table of contents
1 Ursprung im Dunkel der Geschichte
2 Erstes historisches Auftreten und Bedeutung
3 Heraldische Verwendung im Laufe der Geschichte

3.1 Entstehung der Territorialstaaten
3.2 Das Sachsenross im britischen Weltreich
3.3 Das Sachsenross fur und gegen Napoleon
3.4 Im Deutschen Bund und im Deutschen Reich
3.5 Weimarer Republik

4 Ausstrahlung

4.1 Land Westfalen
4.2 Herzogtum Lauenburg
4.3 Stadt Wolfenbuttel

5 Heutige Verwendung

5.1 Bundesland Niedersachsen
5.2 Bundeswehr

6 Verwendung durch nichtstaatliche Organisationen

6.1 Als Bild
6.2 Als Wort

7 Moderne Neuschopfungen
8 Andere Pferdewappen
9 Inhalte aus verwandten Projekten
10 Literatur
11 Weblinks

11.1 Niedersachsen
11.2 Hannover
11.3 Braunschweig(-Wolfenbuttel)
11.4 Welfen
11.5 Firmen, Vereine
11.6 Gemeindewappen

Ursprung im Dunkel der Geschichte

Seit seinem erstmaligen Auftreten in Siegeln und Wappen in der Zweiten Halfte des 14. Jahrhunderts gilt das Sachsenross als 'altes' sachsisches Stammessymbol. Seit dieser Zeit wird es als politisches Instrument zum Ausdruck von Machtanspruchen und als Ausdruck der sachsischen Stammesidentitat genutzt, was ja nur sinnvoll ware, wenn es tatsachlich eine solche Tradition gegeben hatte.

Interessanterweise gibt es keine expliziten Belege aus fruheren Zeiten, die das bestatigen. Der Stamm der Sachsen wird erstmals von Ptolemaus von Alexandria in seiner Weltbeschreibung aus dem 2. Jahrhundert nach Christus erwahnt, und zwar als vergleichsweise kleiner germanischer Stamm rechts der Elbmundung, also etwa im heutigen Dithmarschen.

Danach gibt es weitere Erwahnungen von spatantiken, fruhmittelalterlichen Autoren nicht-sachsischer Herkunft, die die Sachsen nach massiven Ausdehnungsbewegungen als Piraten in der Nordsee, als Soldner in romischen Diensten, spater als fremde Siedler in Britannien und als zwangsweise zu christianisierende Heiden am Rande des Frankenreiches wahrnehmen und beschreiben. Keiner dieser Autoren gibt irgendwelche Hinweise darauf, dass das Pferd als Tier oder als Bild irgendeine besondere Bedeutung als Stammessymbol oder Feldzeichen bei den Sachsen gehabt haben soll. Auch archaologische Funde aus diesen Jahrhunderten geben keine entsprechenden Hinweise. Zwar sind auf den Gegenstanden des taglichen Lebens aus dieser Zeit durchaus Tierdarstellungen zu finden, sie zeigen aber hauptsachlich Jagdwild wie Hirsche und Wildschweine. Pferde werden praktisch nicht abgebildet.

Als im 10. Jahrhundert die sachsische Herzogsdynastie der Liudolfinger unter der Bezeichnung Ottonen zu Konigen des Ostfrankenreichs bzw. zu Kaisern des Heiligen Romischen Reiches aufsteigen, schreibt der sachsische Monch Widukind von Corvey die erste 'Sachsengeschichte' ('res gestae Saxonicae'), diesmal aus der Innensicht. Er erzahlt alte Stammeslegenden und berichtet uber historische und genealogische Zusammenhange zum ersten Mal im Schriftform, wobei er entscheidend zur Identitatsbildung der Sachsen beitragt. Das 'Sachsenross' als Stammessymbol kommt aber auch bei ihm nicht vor.

Die Herleitung des Pferdesymbols aus vorheraldischen oder gar vorhistorischen sachsischen Traditionen basiert nur auf einigen Indizien, die aber auch als spatere Anpassung erklart werden konnen, also erst in nachhinein ('ex posteriori') entstanden sind.

  • Als Beleg fur eine besondere Bedeutung des Pferdes als Machtsymbol bei den Sachsen gelten die 'Pferdenamen' der beiden sagenhaften Sachsenhauptlinge Hengist und Horsa, die der Legende nach im 5. nachchristlichen Jahrhundert die ersten sachsischen Herrscher auf den britischen Inseln gewesen sein sollen, und zwar im Bereich der heutigen Grafschaft Kent. Interessanterweise zeigt das Wappen der Grafschaft bis heute ebenfalls im roten Schild ein weisses steigendes Pferd, das bis heute mit Bezug auf die alten Sachsenherrscher erklart wird. Fruhmittelalterliche Quellen berichten aber nicht uber Pferdebilder als Machtsymbole oder Feldzeichen der ersten sachsischen Landnehmer im Britannien. Das Wappen der Grafschaft Kent wurde auch erst im Jahre 1933 verliehen, also anderthalb Jahrtausende spater.

[[Bild:Taufe-widukind_1-640x560.jpg|thumb|right|300px|Darstellung von 1904: Herzog Widukind lasst sich 785 in Anwesenheit Karls des Grossen taufen, eine Fahne mit einem schwarzen Pferd wird dabei niedergelegt.]]

  • Auch gibt es die Legende, dass Widukind, der Sachsenherzog und Gegenspieler von Karl dem Grossen, im 8. Jahrhundert ein schwarzes Pferd als Feldzeichen gehabt haben soll, das er nach seiner Bekehrung zum Christentum in ein weisses Pferd gewandelt habe. Nach einer anderen Version erhielt Widukind von Karl dem Grossen als Taufgeschenk ein weisses Pferd. Die Erinnerung an das vorchristliche schwarze Pferd Widukinds ist noch in einigen Gegenden Westfalens lebendig, so zum Beispiel im Wappen der Landkreises Herford, das im weissen Schild ein schwarzes, steigendes Pferd zeigt. Auch diese Geschichten sind spatere Legenden, die keine Belege aus der Zeit vor der Entstehung des Sachsenrosses in der Heraldik haben.
  • Ein weiteres Indiz fur die besondere Stellung von Pferdemotiven im (nieder-)sachsischen Raum ist ein fur das niederdeutsche Hallenhaus typischer Giebelschmuck. Dieser norddeutsche Bauernhaustyp, der in Niedersachsen - mit Ausnahme Ostfrieslands und weiter Teile Ostfalens - aber auch in Westfalen und in Mecklenburg verbreitet ist, weist an der Giebelseite des ortsublichen Reetdachs zum Schutz vor Witterungseinflussen so genannte 'Giebelbretter' oder 'Windbretter' auf, die sich im First kreuzen und rund einen halben Meter uber den First hinausragen. Aus den Enden dieser Bretter sind typischerweise Pferdekopfe geschnitzt, die entweder nach aussen oder nach innen gekehrt sind. Die ursprungliche Bedeutung dieses Brauchs ist nicht uberliefert. Es gibt aber zahlreiche sekundare Deutungen, die die Gestaltung der Pferdekopfe in Beziehung setzen zur gesellschaftlichen, familiaren oder finanziellen Position des Hofinhabers. Quellen berichten, das es in Norddeutschland noch im 16. Jahrhundert Sitte gewesen sein soll, zur Gefahrenabwehr echte Pferdekopfe auf Stangen neben einem Haus aufzustellen. Einige Volkskundler wenden dabei ein, dass ursprunglich Abbildungen aller moglichen Arten von tierischen und menschlichen Fratzen (siehe auch: Neidkopf) zur Gefahrenabwehr an Hausern angebracht wurden. In einigen norddeutschen Gebieten habe sich die Sitte dann zunehmend auf Pferdekopfe eingeengt. So heissen diese Pferdekopfe als Giebelschmuck in Mecklenburg heute noch 'Muulapen' (hochdeutsch: Maulaffen).

Die Beleglosigkeit der fruhen Jahrhunderte sachsischer Geschichte wird kaschiert durch die Tatsache, dass fruhen sachsischen Herrschern auf Bildern ein Wappenschild mit einem Sachsenross beigefugt wurde, auch wenn sie bereits lange vor der Entwicklung der Wappen verstorben waren. Das war besonders in der Hochzeit der Heraldik ublich - im spaten Mittelalter und der fruhen Neuzeit, als Darstellungen von Herrschern ohne Wappen nicht denkbar waren. Beispiele gibt es fur Herzog Widukind oder den ersten sachsischen Konig des Ostfrankenreichs, Heinrich I., der zum Begrunder des Heiligen Romischen Reichs Deutscher Nation geworden war, sowie seinen Nachfolgern, den Kaisern aus dem Hause der Ottonen.

Erstes historisches Auftreten und Bedeutung

Der fruheste Beleg fur die Verwendung eines Pferdes in Wappen oder Siegeln ist ein Abdruck des Siegels des Welfen Albrecht II. von Salzderhelden, Herzog von Braunschweig-Grubenhagen aus dem Jahre 1361. Das Siegel hatte einen Durchmesser von 3,5 Zentimetern und zeigte am Rande die Inschrift:


'SECRETU[m].ALBERTI.DVCIS.IN.BRVNESWIC.' (deutsch: Sekretsiegel von Albrecht, Herzog in Braunschweig)


In der Mitte ist ein schreitendes Pferd abgebildet, das nur den rechten Vorderhuf vom Boden abhebt. Uber Farben konnen bei einem Siegel naturgemass keine Aussagen gemacht werden. Der Abdruck ist im Niedersachsischen Staatsarchiv in Wolfenbuttel unter der Nummer 7A Urk 94 verwahrt.

Die alteste farbige Darstellung des Sachsenrosswappens stammt aus dem niederrheinischen 'Wappenbuch von den Ersten' ('Codex Seffken') von 1379/1380. Hier ist ebenfalls ein schreitendes Pferd im Schild dargestellt, die Helmzier besteht aus einem Pferdekopf. Bezeichnet wird es als 'das alte Wappen von Braunschweig'. Braunschweig, die alte Residenz von Heinrich dem Lowen, galt damals als Hauptort der Welfen.

Die Grunde fur das Auftreten des Pferdemotivs um die Mitte des 14. Jahrhunderts waren politischer Natur. Spatestens seit 1354 war absehbar, dass die Luneburger Teildynastie des Herzogtums Braunschweig-Luneburg (das Altere Haus Luneburg) aussterben werde, was im Jahre 1369 auch geschah. Kaiser Karl IV. hat bereits vorher kundgetan, das Furstentum Luneburg nicht an ein Mitglied der Braunschweiger Teildynastie neu zu vergeben - wie sonst ublich - sondern an die askanischen Herzoge von Sachsen-Wittenberg. Die Braunschweiger jedoch kampften im Luneburger Erbfolgekrieg um ihr Erbe. Der Streit wurde erst im Jahre 1388 durch den Sieg der Braunschweiger bei Winsen (Aller) beendet.

Diese kriegerische Auseinandersetzung wurde dadurch begleitet, dass die Welfen ihren Anspruch auf das gesamte altsachsische Stammesgebiet (inklusive Luneburgs) in der Heraldik zum Ausdruck brachten. In der Zeit vor der Erfindung der Massenmedien waren die Wappen der Herrscherhauser ein wichtiges Kommunikationsmittel in der politischen Auseinandersetzung. Weite Kreise der Bevolkerung dachten 'heraldisch'. Und das Pferd muss als Ausdruck des sachsischen Stammesidentitat - trotz fehlender fruherer Belege - eine Bedeutung gehabt haben, sonst ware seine Verwendung in dieser Situation wenig sinnvoll gewesen. Von da ab wurde das Pferd von den Welfen, die normalerweise Lowen oder Leoparden im Wappen bevorzugten, immer dann verwendet, wenn es um die Anspruche auf die Herrschaft im gesamten (nieder)sachsischen Raum ging.


Heraldische Verwendung im Laufe der Geschichte

Entstehung der Territorialstaaten

thumb|right|100px|Helmzier der Herzoge von Braunschweig im 19. Jahrhundert

Ab dem 15. Jahrhundert verwendeten die Herzoge von Braunschweig-Luneburg das Sachsenross hauptsachlich als Bestandteil der Helmzier ihres Wappens. Dort springt es vor einer roten Saule, auf deren Spitze eine goldene Krone und ein goldener Stern mit drei Pfauenfedern gesetzt ist. Umrahmt wird das Bild von zwei mit Pfauenfedern besetzten Sicheln.

Das weisse, springende Pferd als solches blieb im Bewusstsein des Volkes popular und wurde in der Volkskunst oft verwendet. Man findet es auf Gebauden, Wetterfahnen, Ofenplatten, Bierkrugen und als Verzierung auf vielen Gegenstanden des taglichen Gebrauchs. Die Herrscher spurten die Popularitat des Motivs und zeigten es dem Volke auf Munzen (spater auch auf Banknoten und Briefmarken), Medaillen, Uniformknopfen und militarischen Fahnen. Sie nutzten so die Verbundenheit des Volkes mit seinem Sachsenross fur dynastische Zwecke.

Bei der Herausbildung der Territorialstaaten zum Ende des Mittelalters verdichteten sich im Zuge des Absolutismus die verschiedenen Territorien der welfischen Herrschaft (Oberbegriff: Herzogtum Braunschweig-Luneburg) zum

  • Kurfurstentum Hannover und zum
  • Furstentum Braunschweig-Wolfenbuttel.

In der Heraldik entstanden jetzt vielfeldige Wappenschilde, die alle vereinnahmten Territorien des jeweiligen Herrschers in ihren Feldern reprasentierten. Das war im alltaglichen Einsatz nicht immer praktisch, denn bei zu kleiner Darstellung waren die einzelnen Felder des Wappens nicht mehr zu erkennen, der Gesamteindruck fehlte. So wurde in den welfischen Gebieten gern das Sachsenross als 'kleines Wappen' fur den Einsatz in der Verwaltung gewahlt. Es war einpragsam und wurde verstanden.

Das Sachsenross im britischen Weltreich

Als die Kurfursten von Hannover ab 1714 in Personalunion auch zu Konigen von Grossbritannien (ab 1801 auch von Irland) wurden und nach London umzogen, nahmen sie das Sachsenross mit. Schon die Kronungsmedaille von Konig Georg I. zeigt auf der Ruckseite ein Pferd, das vom norddeutschen Festland auf die britischen Inseln uberspringt.

Das Sachsenross wurde in der Folge mit den welfischen Lowen und Leoparden sowie den englischen, schottischen und irischen Wappenfeldern zu einem neuen Wappenkonglomerat vereint, das nun als Herrschaftszeichen rund um die Welt, in Amerika und Australien, in Indien und Afrika gezeigt wurde. Dieses Kombinationswappen wird noch heute von den Welfen als Familienwappen gefuhrt.

Bei den Flaggen wurde zeitweise die britische Flagge (Union Jack) mit dem Sachsenross kombiniert. Dazu wurde das springende Pferd in das rote Feld im Schnittpunkt der beiden breiten Balken des Georgskreuzes eingefugt.

Das Sachsenross fur und gegen Napoleon

Nachdem Norddeutschland von Napoleon besetzt und das Heilige Romische Reich Deutscher Nation aufgelost worden war, entstand nach dem Frieden von Tilsit (1807) aus den Landern Hannover und Braunschweig-Wolfenbuttel sowie weiteren Territorien das Konigreich Westphalen. Es wurde von Napoleons Bruder Jerome von der Hauptstadt Kassel aus regiert. Auch dieses neue Reich fuhrte das Sachsenross bzw. Westfalenpferd im ersten Feld seines vielfeldrigen Wappens.

Gegen dieses Reich kampften ebenfalls unter Verwendung des Sachsenrosses als Feldzeichen der Kurfurst von Hannover - auch in seiner Funktion als Konig von Grossbritannien und Irland - sowie der Herzog von Braunschweig-Wolfenbuttel. Das hannoversche Militar kam als 'The King's German Legion' im Verbund des britischen Militars zum Einsatz, der Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels kampfte sich mit seinem privat finanzierten Freikorps ('Die schwarze Schar') quer durch Deutschland, erst nach England, um sich dann im Verbund mit der 'German Legion' auf wichtigen Schlachtfeldern in Spanien und Italien gegen die Franzosen zu engagieren.

Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Kurfursten von Hannover, der als Konig von Grossbritannien und Irland ein Weltreich regierte, hatte der Herzog Friedrich Wilhelm nach dem Verlust des Furstentums Braunschweig-Wolfenbuttel nur noch das kleine, von der mutterlichen Seite geerbtes Furstentum Oels, ein preussisches Lehen in Schlesien, zur Verfugung. So musste er entschlossen um sein Haupterbe kampfen, was er auch mit der notigen Durchsetzungskraft tat. Als Ausdruck seiner Entschlossenheit und seiner Verbundenheit mit dem Braunschweiger Land kombinierte er in seinen Bataillonsfahnen welfisch-dynastische Heraldik mit dem Sachsenross. Dazu kamen markige Devisen wie 'Sieg oder Tod', 'Mit Gott fur Furst und Vaterland' und 'Nunquam retrorsum' (deutsch: Niemals zuruck). Die Mutzen seiner Truppe schmuckte meist ein silbernes Sachsenross, nur die Husaren trugen einen Totenkopf.

Der Herzog fand schliesslich bei Vorgefechten zur Schlacht bei Waterloo in der Nahe des belgischen Ortes Quatre-Bras den Tod. Aber durch seine standige militarische Prasenz auf allen wichtigen Schlachtfeldern der Befreiungskriege konnte die staatliche Eigenstandigkeit des nun eingerichteten Herzogtums Braunschweig auf dem Wiener Kongress erhalten werden.

Im Deutschen Bund und im Deutschen Reich

Nach dem Ende der Befreiungskriege entstanden um 1814 als welfische Nachfolgestaaten das Konigreich Hannover und das Herzogtum Braunschweig, die beide dem Deutschen Bund beitraten. Beide verwendeten ebenfalls als 'kleines Wappen' das weisse springende Pferd im roten Schild. Es wurde auch zum beliebtesten Motiv zur Symbolisierung hoheitlicher Aufgaben wie Militar und Post.

So zeigten auch die ersten, zum Jahresbeginn 1852 von der braunschweigischen Post herausgegebenen Briefmarken das weisse Sachsenross in einem roten Oval. Philatelistisch interessant ist dabei, dass diese Braunschweiger Marken die ersten Briefmarken Deutschlands waren, die in Farbe auf weisslich/gelbem Papier gedruckt wurden - statt mit schwarzer Farbe auf farbigem Papier. Denn nur so war die Darstellung eines weissen Pferdes moglich.

Als nach dem Deutschen Krieg von 1866 das Konigreich Hannover von Preussen annektiert und zu einer preussischen Provinz wurde, erhielt die neue Provinz das Sachsenross als alleiniges Wappen. Da die konigliche Familie vor der Siegermacht Preussen fliehen und ins Exil gehen musste, war an eine Verwendung welfisch-dynastischer Heraldik nicht zu denken. Die Verwendung des Sachsenrosses galt als Zugestandnis an die hannoversche Identitat der Bevolkerung und wurde nicht unmittelbar als Symbol der Welfenfamilie angesehen. Es dauerte jedoch einige Jahre, bis das Provinzwappen genehmigt wurde. In der Folgezeit wurde das Sachsenross mehr denn je zum Inbegriff welfisch-hannoverscher Identitat und zum Symbol des Widerstands gegen die preussische Herrschaft.

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Bronzestatue des Sachsenrosses in Hannover vor dem Welfenschloss, heute Sitz der Universitat

Aus diesem Grund wurde auch die uberlebensgrosse, bronzene Statue des Sachsenrosses ein Politikum, die im Jahre 1866 vom Bildhauer Albert Wolff im Auftrag des Konigs von Hannover geschaffen wurde. Sie sollte ursprunglich auf der Balustrade des Welfenschlosses aufgestellt werden, was jetzt nicht mehr in Frage kam. Auch der Versand der Statue zur Weltausstellung nach Paris 1867 musste ausfallen, weil man furchtete, der im Exil lebende Konig Georg V. konnte im Ausland Besitzanspruche anmelden. So stand die Statue jahrelang unter den Turen des Hauptportals des Schlosses. Erst als im Jahre 1879 die 'Konigliche Technische Hochschule', die spatere Universitat Hannover, in das Gebaude einzog, fand das Pferd auf einem Steinsockel auf dem Vorplatz einen wurdigen Aufstellungsort. Hier steht es bis heute.

Aber auch aus dem Exil versuchten die hannoverschen Welfen nach 1866 gegen die preussische Besatzung ihres Landes vorzugehen - auch militarische Gewalt wurde erwogen, was aber nicht umgesetzt wurde. Das Sachsenross spielte aber auch hier wieder bei der begleitenden Propaganda eine wichtige Rolle. Daran erinnert heute noch das Lied 'Sachsenross am Kragen' von H. Matthe:

Auf! Niedersachsens Sohne starket unsere Reih'n.
Jetzt ist die Stund gekommen, die Heimat zu befrei'n.
Sachsenross am Kragen, gelb und weiss das Band,
Niedersachsens Sohne werden wir genannt.

(aus: Lieder der Deutschen Legion)

Im Herzogtum Braunschweig wurde das Sachsenross mit Datum vom 28. September 1912 von einem eher inoffiziell verwendeten kleinen Wappen zu einem behordlichen 'Dienstsiegelwappen', also zum offiziellen Motiv auf amtlichen Stempeln.

Weimarer Republik

Nach Abschaffung der Monarchie im Jahre 1918 blieb Hannover preussische Provinz, Braunschweig blieb selbststandig und wurde zum Freistaat. In beiden Territorien wurde bzw. blieb das Sachsenross das einzige offizielle Wappen. So in Braunschweig durch Artikel 1 der Verfassung vom 6. Januar 1922. Als Preussen im Jahre 1924 den Versuch machte, dem hannoverschen Provinzwappen einen preussischen Adler als Schildhaupt aufzusetzen, protestierte die hannoversche Bevolkerung derart heftig, dass die Anderung schon 1925 ruckgangig gemacht werden musste.

Die Nationalsozialisten verboten im Jahre 1935 alle Landeswappen, nur die Hakenkreuzflagge war noch zugelassen.

Ausstrahlung

Land Westfalen

Aus dem Erbe Heinrichs des Lowen war den Kurfursten und Erzbischofen von Koln im 12. Jahrhundert der westfalische Teil des alten Sachsenlandes zugefallen. Um ihren Anspruch auf dieses Gebiet zu unterstreichen, vereinnahmten auch sie das Sachsenross fur ihre Zwecke. Hier wurde es aber zunehmend 'steigend' statt 'springend' dargestellt, also mehr aufgerichtet. Auch wurde der Schwanz 'aufgeschlagen', also nach oben geworfen, ausgefuhrt. So entstand das ebenfalls populare Westfalenpferd. Die Kolner verwendeten es seit 1469 auf Munzen und seit etwa 1500 als Teil ihres Wappens. Noch heute reprasentiert das Westfalenpferd den westfalischen Landesteil im Wappen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Herzogtum Lauenburg

Auch das zeitweilig zum Konigreich Hannover gehorende Herzogtum Lauenburg erhielt ein Wappen, das aus einem Pferdekopf in einem roten Schild bestand. Der Pferdekopf war zuerst golden, wurde aber spater in weiss geandert. Als das Herzogtum zu Preussen kam, erhielt das Wappen eine Bordure in den Preussenfarben Schwarz und Weiss.

Stadt Wolfenbuttel

Als Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbuttel seiner Residenzstadt Wolfenbuttel (damals noch unter dem Namen 'Heinrichstadt') im Jahre 1570 das Stadtrecht verlieh, gab er ihr auch ein Wappen, das im Schild Elemente der Helmzier des herzoglichen Wappens zeigte: Im blauen Schild ein weisses, springendes, gezaumtes und gesatteltes Pferd vor einer roten Saule mit goldener Krone und weissem Stern. Altere Darstellungen zeigen hier einen goldenen Stern, was der Darstellung in der Helmzier der Herzoge entspricht.

Heutige Verwendung

Bundesland Niedersachsen

Noch bevor am 25. Februar 1947 das Land Preussen von den alliierten Siegermachten des Zweiten Weltkriegs fur aufgelost erklart wurde, hatte die preussische Provinz Hannover am 23. August 1946 wieder ihre Selbststandigkeit als Land erhalten. Sofort war auch das Sachsenross wieder als Landeswappen eingefuhrt worden.

Das Land Braunschweig hatte diese Entscheidung fur sich bereits am 8. Juli 1946 getroffen.

Die britische Militarregierung hatte jedoch bereits beschlossen, die Lander Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe zum neuen Land 'Niedersachsen' zusammenzufassen, was zum 1. November 1946 realisiert wurde. Wahrend im Kreise der Lander in Bonn das Sachsenross inoffiziell bereits als neues niedersachsischen Wappen gefuhrt wurde, dauerte die offizielle Diskussion noch an, ob man nicht doch die Wappenbilder von Oldenburg und Schaumburg-Lippe in einem Kombinationswappen - ahnlich wie in Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz - integrieren sollte. Es setzte sich die Meinung durch, dass ein einfaches einpragsames Wappenbild, eben das Sachsenross, doch das Beste sei. Immerhin reprasentierten die Lander Hannover und Braunschweig vier Funftel der Bevolkerung des neuen Bundeslandes.

Der offizielle Beschluss zur Einfuhrung des Sachsenrosses als Landeswappen wurde vom Landtag letztendlich am 3. April 1951 mit grosser Mehrheit gefasst und in der 'Vorlaufigen Niedersachsischen Verfassung' vom 13. April 1951 niedergelegt. Fur den amtlichen Gebrauch wurde dabei die 'Mustertreue' festgeschrieben, das heisst, dass fur offizielle Zwecke nicht die heraldischen Gestaltungsfreiheiten ausgeschopft werden durften. So wurde das von Gustav Volker gezeichnete Muster im 'Gesetz uber Wappen, Flaggen und Siegel' vom 13. Oktober 1952 verbindlich festgelegt.

Die neue 'Niedersachsische Verfassung' vom 19. Mai 1993 ubernahm die Regelung und sagt in Artikel 1, Satz (3) aus:

'Niedersachsen fuhrt als Wappen das weisse Ross im roten Felde und in der Flagge die Farben Schwarz-Rot-Gold mit dem Landeswappen.'

Eine dreidimensional ausgefuhrte Porzellanfigur des Sachsenrosses wird heute von der Landesregierung gern bei Staatsbesuchen und bei Ehrungen als Geschenk uberreicht und ist so haufig in den Medien zu sehen. Die Figur wurde im Jahre 1957 von Walter Nitzsche entworfen und wird heute von der Porzellanmanufaktur Furstenberg in drei verschiedenen Grossen hergestellt.

Da das offizielle Wappen des Landes Niedersachsen nur von staatlichen Stellen verwendet werden darf, wurde fur andere, private oder kommerzielle Zwecke im Mai 1990 das „Niedersachsen-Symbol“ entwickelt, das frei verwendet werden darf. Es besteht aus einem weissem Sachsenross in einer roten oder schwarzen Scheibe.

Im Dezember 1990 entstand das „Niedersachsen-Logo“: Ein stark stilisierter Pferdekopf in rot mit dem schwarzen Schriftzug „Niedersachsen“. Die Verwendung dieses Logos durch Verbande, Unternehmen und Initiativen ist ausdrucklich gewunscht, bedarf aber der Genehmigung. Alle niedersachsischen Landesbehorden setzen dieses Logo als Erkennungszeichen ein. Die jetzige Regierung mochte allerdings das Logo wieder durch das traditionelle Wappen ersetzen.

Bundeswehr

Die 1. Panzerdivision des Heeres der deutschen Bundeswehr hat als Verbandsabzeichen einen mit einer silbernen Kordel umrahmten, von gelb und weiss gespaltenen Schild, in dessen Mitte ein roter Schild mit einem weissen springenden Pferd gesetzt ist. Die Division hat ihren Stab in Hannover und nimmt mit ihren Verbandsabzeichen die Embleme des alten hannoverschen Militars wieder auf. Gelb und Weiss waren im 19. Jahrhundert die Landesfarben des Konigreichs Hannover. Das Verbandsabzeichen wird von den Soldaten am linken Armel des Dienstanzuges getragen.

Zu der Division gehoren rund 10.000 Soldaten und etwa 470 zivile Mitarbeiter, die in den Bundeslandern Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt stationiert sind.

Verwendung durch nichtstaatliche Organisationen

Als Bild

Auch beim Aufkommen nichtstaatlicher Organisationen im 19. Jahrhundert wurde bei der Wahl von Identitatssymbolen auf das Sachsenross zuruckgegriffen. In den welfischen Gebieten gegrundete burgerliche Turn-, Gesangs- und Schutzenvereine setzten das Pferd in ihre Fahnen.

[[Bild:Universitat_Leipzig_-_Sachsische_Nation.jpg|thumb|right|'Insignium nationis saxonicae' (deutsch: Abzeichen der (nieder-)sachsischen Landsmannschaft), Universitat Leipzig, ]]

In weiten Teilen Deutschlands nahmen studentische Verbindungen das weisse Pferd im roten Feld als Bestandteil, oft als Herzschild, in ihre Studentenwappen auf, vor allem, wenn sie sich landsmannschaftlich auf den (nieder-)sachsischen Raum bezogen. Das betrifft besonders Verbindungen mit den Namen 'Saxonia', 'Hannovera' bzw. 'Hannoverania' und 'Brunsviga'. Verbindungen mit Namen 'Guestphalia' zeigen analog das 'steigende' Westfalenpferd im Wappen. Die alteste bekannte Verwendung des Sachsenrosses im studentischen Bereich ist ein auf Holz gemaltes insignium nationis saxonicae (deutsch: Abzeichen der (nieder-)sachsischen Landsmannschaft), das der Universitat Leipzig aus dem 17. Jahrhundert erhalten ist.

Auch Wirtschaftsunternehmen setzten und setzen das Sachsenross als Erkennungszeichen ein, wie zum Beispiel die 'Offentliche Versicherung Braunschweig'. Das Unternehmen wurde im Jahre 1754 von Herzog Carl I. als Landesbrandversicherungsanstalt gegrundet und ist heute als Lebens- und Sachversicherung sowie als Braunschweigische Landesbrandversicherungsanstalt in Sudost-Niedersachsen tatig. Das Logo des Unternehmens zeigt ein gelbes Sachsenross in einer blauen Scheibe. Die Farben beziehen sich auf die seit 1830 im Herzogtum Braunschweig gultigen Landesfarben Blau-Gelb.

Der Verein Braunschweigische Landschaft e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Identitat des Braunschweiger Landes und die Verbundenheit der Bevolkerung mit der Geschichte auch nach der Grundung des Landes Niedersachsen zu pflegen. Er verwendet als Logo einen Schattenriss des Sachsenrosses.

Auch die niedersachsischen Landesverbande der grossen politischen Parteien (CDU, SPD) verwenden Pferdemotive in ihren Logos.

Als Wort

„Sachsenross“ ist in Niedersachsen ein beliebter Name auch in der Gastronomie (zum Beispiel: Hotel-Pension Sachsenross in Altenau im Harz, Hotel-Restaurant 'Zum Sachsenross' in Norten-Hardenberg) oder fur Sportvereine (zum Beispiel: TSV Fortuna Sachsenross von 1891 e.V. Hannover).

Seit 1953 benennt die Deutsche Bundesbahn bzw. die Deutsche Bahn AG einen ihrer jeweils hochstwertigen Fernverkehrszuge nach dem „Sachsenross“. Das begann mit den 'F-Zugen' und setzte sich mit den InterCity- und ICE-Zugen bis heute fort. Anfanglich waren es Zuge, die von bzw. bis Hannover fuhren, spater Zuge in Nord-Sud-Richtung, die in Hannover hielten.

Moderne Neuschopfungen

right|50px

Auch heute noch inspiriert das Sachsenross die Niedersachsen, wenn es um den Entwurf moderner Identitatssymbole geht.

So hat die niedersachsische Landesregierung zur Unterstutzung ihrer Offentlichkeitsarbeit fur den europaschen Gedanken das 'Europa-Informationszentrum Niedersachsen' geschaffen, dessen Sympathiefigur das Europa-Pferd Eurogaloppo ist, eine Kombination des Niedersachsenrosses mit Europasymbolen.

Seit 1997 vergibt das Theater am Kuchengarten (-tak) in Hannover jahrlich den begehrten Kleinkunstpreis Gaul von Niedersachsen, der mit 2.500 Euro dotiert ist. Die Trophae besteht aus einem metallenen Pferdehinterteil. Seit 2003 gibt es einen mit 1.000 Euro dotierten Forderpreis fur Nachwuchskunstler, das Fohlen von Niedersachsen, dargestellt durch eine kleine Statuette eines sich auf dem Rucken walzenden jungen Pferdes.

Andere Pferdewappen

Wenn man in Betracht zieht, dass die europaischen Wappen als Identitatssymbole der Ritter entstanden sind, einer zu Pferde kampfenden Militar-Aristokratie, erstaunt es doch, dass das Pferd als 'Gemeine Figur' in europaischen Wappen vergleichsweise selten vorkommt. Haufiger ist dagegen das Motiv 'reitender Mensch', was besonders in Osteuropa verbreitet ist, aber auch Fabelwesen wie Zentaur, Einhorn, Pegasus.

Das einzige weitere, uberregional bekannte Pferdewappen Deutschlands ist das Wappen der Stadt Stuttgart, das in einem goldenen Schild ein steigendes, schwarzes Pferd zeigt. Dieses Wappentier hat durch Aufnahme in das Markenlogo des Sportwagenherstellers Porsche sogar internationale Bekanntheit erreicht. Einem Gerucht zufolge soll auch das Logo des Konkurrenten Ferrari seinen Ursprung im Stuttgarter Stadtwappen haben (siehe auch: Das 'Cavallino').

Weniger bekannt ist der 'Haager Schimmel'. Das Wappen des seit dem 10. Jahrhundert als reichsunmittelbare Grafschaft Haag bestehenden Territoriums in Oberbayern zeigte seit 1245 ein weisses, springendes Pferd im roten Schild. Die Grafschaft wurde 1804 aufgelost. Aus ihrem Wappen leitete sich 1973 das Wappen der im fruheren Grafschaftsgebiet gelegenen, neugeschaffenen Gemeinde Sankt Wolfgang ab: Wellenformig geteilt von Rot und Silber; oben ein silberner (weisser) Pferderumpf, unten ein schraggestelltes blaues Beil.

Einige kleinere Gemeinden in Deutschland, deren Namen mit 'Ross-' oder 'Pferd-' zusammengesetzt sind, zeigen Pferdemotive im Wappen, teils 'gezaumt', 'gesattelt' oder auch 'ledig', teils auch nur als Pferdekopf.

Inhalte aus verwandten Projekten

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Literatur

  • Torsten Capelle, Die Sachsen des fruhen Mittelalters, Darmstadt 1998, ISBN 13392-7
  • Claus-Peter Hasse: Throne, Tiere und die Welfen. Zu Siegeln und Wappen im 12. und 13. Jahrhundert. in: Jochen Luckhardt/Franz Niehoff (Hrsg.): Heinrich der Lowe und seine Zeit - Herrschaft und Reprasentation der Welfen 1125-1235. Band 2 'Essays'. Katalog der Ausstellung, Braunschweig 1995. ISBN 3-7774-6690-5
  • Georg Schnath, Hermann Lubbing, Gunther Mohlmann, Franz Engel, Dieter Brosius, Waldemar R. Rohrbein: Geschichte des Landes Niedersachsen. 6. Auflage. Freiburg/Wurzburg 1994. ISBN 3-876-40-344-8
  • Georg Schnath, Das Sachsenross. Entstehung und Bedeutung des niedersachsischen Landeswappens, Hannover 1958, in: Schriftenreihe der Niedersachsischen Landeszentrale fur politische Bildung, Reihe B, Heft 6
  • Harry D. Schurdel: Flaggen & Wappen Deutschland. Augsburg 1995. ISBN 3-89441-136-8
  • Peter Veddeler: Das Niedersachsenross, Geschichte des niedersachsischen Landeswappens. Hannover 1996. ISBN 3771624002
  • Peter Veddeler: Wappen, Siegel, Flaggen. Munster 2003. ISBN 3870232528
  • Wappenbuch von den Ersten genannt 'Codex Seffken'. Die Urschrift aus dem Ende des 14. Jahrhunderts getreu nachgebildet von Adolf Matthias Hildebrandt. Mit einem Vorworte und Bemerkungen von Gustav A. Seyler, Berlin 1893.

Weblinks

Niedersachsen

  • peter-marquardt.de (http://www.peter-marquardt.de/wappen/niedersachsen.html) Das Niedersachsenross
  • niedersachsen.de (http://www.niedersachsen.de/master/C32586_N15030_L20_D0_I198.html) Niedersachsen: Wappe und Flagge
  • cdl.niedersachsen.de (http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C5934165_L20.pdf) Niedersachsische Verfassung, Artikel 1, Satz (3) zum Landeswappen
  • www.sachsengeschichte.de - Geschichte der Niedersachsen und des Sachsennamens
  • www.eiz-niedersachsen.de Europaisches Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen
  • www.eurogaloppo.de Niedersachsisches Europa-Pferd 'Eurogaloppo'

Hannover

  • www.koenigreich-hannover.de Konigreich Hannover
  • www.kgl.deArbeitskreis Hannoversche Militargeschichte
  • www.deutschesheer.de (http://www.deutschesheer.de/C1256B6C002D670C/CurrentBaseLink/N25CLDCX879SWINDE) 1. Panzerdivision Hannover verwendet alte hannoversche Embleme

Braunschweig(-Wolfenbuttel)

  • ngw.nl (http://www.ngw.nl/int/dld/braunsch.htm) Das grosse Wappen des Herzogtums Braunschweig mit dem Sachsenross als Helmzier
  • deutsche-schutzgebiete.de (http://www.deutsche-schutzgebiete.de/webpages/10_Mark_Herzogtum_Braunschweig1+.jpg) Herzoglich-Braunschweigischer Staatskassenschein uber 10 Mark (Ruckseite) mit Sachsenross
  • philatelie.deutschepost.de (http://philatelie.deutschepost.de/philatelie/css2/hintergrund/sammelgebiete/altdeutschland/braunschweig.jhtml?id=cat180003&navAction=jump) Braunschweiger Post: Briefmarken mit Sachsenross
  • www.braunschweigischelandschaft.de (http://www.braunschweigischelandschaft.de/home/index.html) Braunschweigische Landschaft e.V.

Welfen

  • www.welfen.de Heutiges Familienwappen der Welfen auf der Welfen-Website

Firmen, Vereine

  • www.fuerstenberg-porzellan.com (http://www.fuerstenberg-porzellan.com/fbg/produkte/geschenkartikel/figuren_weiss.htm) Das 'Niedersachsenross' aus der Porzellanmanufaktur Furstenberg
  • www.lbs-nord.de (http://www.lbs-nord.de/PL6D/pl6d.htm?detail_snr=352) Gelbes Sachsenross in einer blauen Scheibe als Logo der Offentlichen Versicherung Braunschweig
  • tsvfortuna.de (http://www.tsvfortuna.de) TSV Fortuna Sachsenross

Gemeindewappen

  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/dld/p/pferdsdo.htm) Wappen von Pferdsdorf (Wartburgkreis, Thuringen)
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/dld/p/pfersdor.htm) Wappen von Pfersdorf (Ortsteil von Hildburghausen, Kreis Hildburghausen, Thuringen)
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/dld/r/rossbach.htm) Wappen von Rossbach (Ortsteil von Wolfstein, Kreis Kusel, Rheinland-Pfalz)
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/dld/r/rossdorf2.htm) Wappen von Rossdorf (Ortsteil von Bruchkobel, Main-Kinzig-Kreis, Hessen)
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/dld/r/rossfeld.htm) Wappen von Rossfeld (Kreis Coburg, Bayern)
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/dld/r/rosshaup.htm) Wappen von Rosshaupten (Kreis Ostallgau)
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/int/dld/r/rosstal.htm) Wappen von Rosstal (Kreis Furth in Bayern)
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/dld/r/rosswein.htm) Wappen von Rosswein (Kreis Dobeln, Sachsen)
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/int/dld/s/st-wolfgang.htm) und ed-wappen.de (http://www.ed-wappen.de/stwolfga.html) Wappen von Sankt Wolfgang
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/int/dld/s/stuttgar.htm) Wappen von Stuttgart
  • www.ngw.nl (http://www.ngw.nl/int/dld/w/wolfenbu.htm) Wappen von Wolfenbuttel








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