Hip Hop
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Hip Hop ist eine kulturelle Bewegung, die ihre Ursprunge in den afroamerikanischen Ghettos New York Citys der 1970er Jahre hat und sich mittlerweile zu einer weltweiten Subkultur der urbanen Jugend entwickelt hat.
Hip Hop umfasst die vier Elemente MCing, DJing, Breakdance ('B-Boying'), Graffiti ('Writing'). In umfassenderen Definitionen werden auch das Beatboxing, street fashion, street slang etc. zu den Elementen des Hip Hop gezahlt.
Der Begriff Hip Hop wird haufig auch fur die Musikrichtung gebraucht, die sich aus Rap (Sprechgesang), MCing und dem DJing zusammensetzt, siehe dazu den Artikel Hip Hop (Musik).
| Table of contents |
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1 Geschichte
1.1 Ursprung 2 Bedeutende Veranstaltungen
3 Filme
4 Literatur
5 Weblinks
6 Links zu Aktivisten, Crews und Shops
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Geschichte
Hip Hop beeinflusst seit einiger Zeit wieder die Musikkultur und auch das Musikgeschaft massgeblich. Die Ursprunge seiner Musik sind aber alter als das Interesse der Medien daran. Keinesfalls waren Writing (Graffiti), B-Boying (Breakdance), MCing (Rap) und Scratchen eine Erfindung der Medien oder Musikkonzerne, sondern Ausdruck jener, denen nur am unteren Ende der Gesellschaft ein Platz zugewiesen wurde. Als in den 60er Jahren Strassenbanden begannen, untereinander Kriege zu fuhren, grenzten sie ihre Ganggebiete durch schriftliche Markierungen ab.
'The Savage Skulls', 'Savage Nomads' oder 'Black Spades' - einige bekannte Gangs aus dieser Zeit - reagierten auf Revierverletzungen mit Waffengewalt. In Los Angeles, also an der Westkuste der USA, sind heute noch Bandenaktivitaten an der Tagesordnung.
Ursprung
Die Hip Hop-Kultur begann anfangs durch das DJing. Die heute bekannten MC's waren damals nur als 'Unterstutzung' der DJ´s da, um die Menge durch einfache, selten eingeworfene Satze oder Worte anzuheizen (z.B. 'Put your Hands up in the Air'). Im Laufe der Zeit entwickelte sich das MC'ing (also der Sprechgesang) soweit weiter, dass die DJ's immer mehr in den Hintergrund ruckten. Die Rapmusik entwickelte viele verschiedene Farcetten: Neben Party- und Battle-Raps, berichteten die MCs auch uber die Probleme und Schmerzen des Ghettolebens. Anfangs beschrankten sich die Texte der Rapper auf Negatives -die Probleme, die der unteren Gesellschaftsschicht taglich zuteil wurden. Bald wurde Rap auch fur die etwas reicheren Kids der Vorstadte attraktiv und es etablierten sich kommerziellere Varianten der Rapmusik, die weniger auf bestimmte gesellschaftliche Schichten begrenzt waren: Ein Beispiel dafur sind etwa die Platten von Will Smith und DJ Jazzy Jeff. Beides waren Jungs aus Philladelphia, die nicht im 'Ghetto' aufwuchsen. Diese Band brachte Raps und Songs uber 'normale' Probleme der Jugendlichen (mangeldes Geld, Madchen, Partys, Freundschaft). Sie hatte als erste Band den Titel DJ im Bandnamen und erhielten damit als erste 'Rapformation' der Geschichte einen Grammy fur ihr Debutalbum.
Heutzutage ist Hip Hop oder Rap keineswegs eine Musikrichtung der armen Leute, sondern vielmehr Sprachrohr der urbanen Jugend. Es ist eine moderne Musikrichtung, die ihren Weg in die Clubs und Radios gefunden hat.
Als Grundsteinleger des deutschsprachigen Hip Hop gilt Torch bzw. die Advanced Chemistry. Torch (Frederik Hahn) ist zwar nicht derjenige, der den deutschen Hip Hop popular machte (das waren dann Die Fantastischen Vier), doch er war derjenige, der ihn als erstes auf Deutsch zeigte und produzierte.
Die Generation nach Torch waren dann Musiker wie Funf Sterne Deluxe, das Bo, Dynamite Deluxe oder Freundeskreis. In der heutigen Zeit sind die Musiker Curse, Samy Deluxe, Sido, die Beginner, Kool Savas, Eko Fresh u.v.m. bekannt und etabliert.
In Der Schweiz kam Hip Hop ein bisschen spater auf, der erste Schweizer welcher Hip Hop uber Funk beats produzierte war Black Tiger. Er begann 1987 als erster Hip Hopper der Schweiz. In der Schweiz sind heute Hip Hopper wie Brandhard, PVP, Greis, Sektion Kuchikaschtli u.v.m. bekannt.
Writing
SchriftzugeEnde der 60er-Jahre brachten einzelne Jugendliche ihren Namen in verschiedenen Gang-Gebieten an. Sie erhielten dafur von allen Respekt, ohne dabei Bandenkriege zu provozieren. Viele Namen wie 'JULIO 204', 'TAKI 183, 'CAT 161', 'JUNIOR 161', 'RALPH 611', 'STITCH 1', 'BARBARA 62', 'EVA 62' und 'FRANK 207' waren die meist gesehenen Tags (Namenszeichen) dieser Zeit. Auch die Wande in den Strassen und U-Bahnwaggons, zeugten von der Existenz der Graffiti-Writer. Ebenfalls wurden die Wande in den Strassen und U-Bahnstationen mit Tags verziert. Das Ziel war: 'GETTING UP - FAME', das heisst aus der Anonymitat auszubrechen.
Als im Juni 1971 die New York Times 'Taki 183' aufspurte, interviewte und seinen Bericht uber ihn veroffentlichte, war die Sensation perfekt. Ein anonymer Writer – nur seinen Writerkollegen und den U-Bahnbenutzern bekannt - erhielt die notwendige Offentlichkeit und wurde in ganz New York bekannt. Dies veranlasste wiederum andere Writer, in die Yards zu gehen, und sich dort ungestort an den stillgelegten Waggons zu verewigen. Die Styles wurden in der Folge standig weiterentwickelt.
Eines der ersten Masterpieces (= Meisterstucke), gespruht von 'Supercool' in Pink und Gelb, entstand im 22nd Street Yrd in New York im Jahr 1972. Als 1972 das erste 'Top to Bottom' von 'SIR' alias 'DICE 198' entstand, erliess der New Yorker Burgermeister das erste Anti-Graffiti-Gesetz.
Doch die Writer liessen sich nicht beirren, und die Untergrundkultur wuchs unaufhaltsam weiter. Es entstanden die verschiedensten Styles. Wie die 'Cloud' von 'Supercool' und 'Phase 2'. Diese veranderten ebenso ihre Formen, und so wurde 1973 der 3D-Style eingefuhrt. Der Soziologiestudent Hugo Martinez erkannte die Bedeutung dieser Subkultur, und grundete die United Graffiti Artists (UGA). Diese Grundung wurde zu einem bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte des Graffiti-Writing. Werke der Writer wurden von nun an in Galerien ausgestellt und so als Kunst akzeptiert. Die weiteren Neuerungen in Technik, Style und den Werkzeugen, wie Spruhaufsatze, die verschieden starke Spruhstrahlen ermoglichten, fuhrten dazu, dass alle U-Bahnwaggons einer Linie bespruht waren. Eine wichtige Gruppe heisst Macid Mc Production.
B-Boying (Breakdance)
Zur Zeit der Streetparties, als DJs Plattensequenzen, so genannte Breaks zu neuen Klangkollagen abmixten, entstand B-Boying (auch Breakdance genannt). B-Boying ist ein Element der Hip Hop-Kultur. In den fruhern 80er Jahren entdeckte die Ostkuste den Boogaloo sowie das Poppin' und Locking. Entwickelt wurde dieser Tanzstil an der Westkuste und gelangte uber den Suden der USA nach New York. Dort taufte man ihn in Electric Boogie um. Breakdance und Electric Boogie erreichten 1983 auch Europa. Der Kleidungsstil dieser Zeit (Adidas, Puma) wurde spater von Ravern kopiert, auch wenn sie sich dessen nicht unbedingt bewusst waren.
Rap
Der Rap war anfangs u. a. Wortspielerei der MCs (Master of Ceremony). In kurzen Reimen machten sie sich uber sich selbst lustig, stellten den DJ vor, oder erzahlten einfach nur kurze Geschichten uber ihr Viertel.
Rap steht im Einklang mit der Tradition der afrikanischen mundlichen Uberlieferung. Die Sugarhill Gang (deren Texte Grandmaster Caz schrieb), Kurtis Blow und Grandmaster Flash And The Furious Five wurden zu den ersten Hitparadensturmern zu einer Zeit, als HipHop nur dem Underground gehorte. MCs wie Chief Rocker Busy Bee und die Cold Crush Brothers mit Grandmaster Caz beherrschten die Szene.
Nachfolgende Rap-Formationen wandten sich mehr und mehr vom Party-Rap ab und schrieben sozialkritische Texte. Die Zulu Nation und ihr Grunder Afrika Bambaataa propagierten ihre Philosophie von 'Peace, Unity, Love And Having Fun'.
Ende der 80er Jahre entwickelte sich an der Westkuste der Gangster-Rap als eine Form des Rap, von der gesagt wird, dass sie im Widerspruch zur eigentlichen HipHop-Kultur stehe. Er zeichnete sich durch funklastige Beats und eine sehr explizite Sprache aus.
Die Szene in Europa entwickelte sich nach Filmen wie Wild Style, Style Wars (U-Bahnbilder und crazy legs), oder Beat Street und dem Einsetzen der Breakdancewelle die HipHop-Szene. Auch hier entstand in den 1980ern ein harter Kern von B-Boys, Writern, DJs und MCs.
Rap wird manchmal auch durch eine Beatbox begleitet.
Bedeutende Veranstaltungen
- splash! Festival (http://www.splash-festival.com/) (Grosstes Hiphop u.Dancehall Festival in Europa)
- HipHopKemp (http://www.hiphopkemp.de/) Grosses Underground HipHop Festival in Tschechien (ahnlich dem splash!)
- ITF Championships (http://www.itfeurope.com/chapters/) (DJ / Turntablism, international)
- Battle Of The Year (http://www.battleoftheyear.net/web/) (B-Boying / Breakdance, international) - Beim „Battle Of The Year International“ treten viele verschiedene Breakdancer aus aller Welt auf und tanzen in einer Art Wettstreit gegeneinander. Im Backstage dieses friedlichen Wettbewerbs werden Kontakte geknupft und man trainiert auch gemeinsam. Uberall im Publikumsbereich gibt es markierte Kreise, in denen nahezu ununterbrochen getanzt wird. Auch zahlreiche MCs und DJs sind dort jedes Jahr anzutreffen.
Filme
- Wild Style, dessen deutsche Erstauffuhrung (1983) heute als 'Tag 0' fur Hip Hop in Deutschland gehandelt wird
- Style Wars, ein einzigartiger Dokumentarfilm uber die HipHop-Kultur
- Beat Street (1984) Regie: Stan Lathan, ein ebenso wichtiger Initialfilm
- 8 Mile, ein besonders fur Jugendlicher interessanter Film uber Eminem und die HipHop-Szene in Detroit. Mit Eminem und Kim Basinger. Oscar fur die beste Filmmusik.
- Street Style, ein Tanz- und Hip Hop Film. Muss man gesehen haben!
- Status Yo (2004) Regie: Till Hastreiter, deutscher Hip Hop Film uber die Hip Hop Szene und das Leben. Vielseitiger und mitreissender Film! In etwa die deutsche Antwort auf 8 Mile. Muss man ebenfalls gesehen haben
- Save the Last Dance (2001), Regie: Thomas Carter, ASIN: B00005N96G, Ein weiterer Tanz- und Hip Hop Film. Mit Julia Stiles, Sean Patrick Thomas uva.
Literatur
- Martha Cooper: Hip Hop Files - die neue 'HipHop Bibel'
- B-Boy Storm: Vom Swipe to Storm; Autobiographie eines der bedeutendsten Breaker weltweit. Er beschreibt seine Erlebnisse und die deutsche/europaische Hiphop Szene.
- David Toop: Rap Attack - African Jive bis Global HipHop, Hannibal Verlag, ISBN 3-85445-076-1-627-00079
- 20 Jahre HipHop in Deutschland, Hannibal Verlag, ISBN 3854451849
- Hannes Loh, Murat Gungor: Fear Of A Kanak Planet – HipHop zwischen Weltkultur und Nazi-Rap, Hannibal Verlag, ISBN 3854452101
- Das neue HipHop Lexikon, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, ISBN 3896024671
- Hiphop, Transcript, ISBN 3899421140; Beitrage aus Cultural Studies, Ethnologie, Soziolinguistik, Padagogik und anderen Disziplinen werden mit Essays von Szene-Autoren zusammengefuhrt.
- Bei uns geht einiges, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, ISBN 3896023292; Sammlung von Interviews und Texten von und mit Hiphoppern aus allen Teilen Deutschlands.
- Nelson George: 3 Jahrzehnte Hip Hop ISBN 3936086036
- Odem - On The Run, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag.-Autobiografie von einem Berliner Writer
- David Toop: Rap Attack #3 - African Jive bis Global HipHop, Hannibal, 1999/2000, ISBN 3-85445-076-1
- Sascha Verlan (Hrsg.): Arbeitstexte fur den Unterricht: Rap-Texte, Reclam Universal-Bibliothek, ISBN 3-15-015050-7
Weblinks
- HiPHoP-LYRiCZ.de (http://www.hiphop-lyricz.de) (Grosse Hiphop Lyrics und Battle-Community!)
- WorldOfHipHop.de (http://www.wohh.de) (Deutschlands grosstes HipHop Kultur Portal)
- UnderGround (http://www.maracit.tk) (Karntner UnderGround Crew)
- Aightgenossen (http://www.aightgenossen.ch) (Schweizer Hip Hop Community)
- All Hip Hop (http://www.allhiphop.com) (Tagesaktuelle Hip Hop News, englisch)
- Hiphoplinks.de (http://www.hiphoplinks.de) (Links zu Rap, Graffiti, Breakdance und DJing)
- Mzee.com (http://www.mzee.com) (deutsche Internetseite mit Schwerpunkt Musik)
- Rap.de (http://www.rap.de) (deutsche Internetseite mit Schwerpunkt Musik)
- Temple of Hip Hop (http://www.templeofhiphop.org/) (US Hip Hop Community von KRS One, englisch)
- Zulunation (http://www.zulunation.com) (International Hip Hop Awareness Movement, englisch)
- HipHop.ch (http://www.hiphop.ch)
- Frankenhiphop.de (http://www.frankenhiphop.de) (News Seite + Forum uber die Frankische HipHop Szene)
- [1] (http://www.aightgenossen.ch) Eine der Bekanntesten schweizer HipHop Seiten! (auch Versand)
Links zu Aktivisten, Crews und Shops
- All Style Academy (http://www.asa-lev.de) (Forum fur Hip Hop im Rheinland)
- UnderGround (http://www.maracit.tk)(Karntner UnderGround Crew)
- Rock Steady Crew (http://www.rocksteadycrew.de) (Seite der New Yorker Hiphop Crew, englisch)
- Brooklyn Hip Hop Shop (http://store.brooklyn-hiphop.com) (Europaischer Hiphop Shop)
- Los Enatschos (http://www.losenatschos.com) (Deutsche HipHop Crew)
- StopHipHop.de (http://www.stophiphop.com) (StopHipHop.com - against the stream)
- ahhbe.de.vu (http://www.ahhbe.de.vu) (Anti-Hip-Hop-Bewegung)
- Laute Ansage (http://www.lauteansage.de) (Deutsche HipHop Crew)
- Dfoat (http://www.dfoat.de) (Deutscher HipHop-Produzent)
- hiphopstore.ch (http://www.hiphopstore.ch) (Schweizer Onlineshop fur Vinyl, CDs, Clothing, usw.)
wu-tal.de (http://www.wu-tal.de) (Onlineshop fur Vinyl, CDs, Mags, usw.)
- Rap
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