Paid4-Szene
From Sterwiki
Auf dem Hohepunkt des Dotcom-Booms entstand die Idee, die Nutzer des Internets fur das Ansehen von Werbung zu bezahlen. Die Anbieter dienen dabei als Vermittler zwischen den Herstellern beworbener Produkte und deren Konsumenten. Unter der Szene versteht man die Community von Anbietern, Nutzern und Nutzniessern (vor allem Vermittler) von Paid4-Anbietern.
| Table of contents |
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1 Bekannte Modell
2 Das Prinzip
3 Der Auf- und Abstieg
4 Paid4-Szene heute
5 Paid4-Szene in Amerika
6 Weblinks
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Bekannte Modell
- Bezahltes Surfen (mittels spezieller Software, einer sogenannten Surfbar)
- Bezahlte Startseiten
- Bezahlte E-Mail (= Paidmail )
- Bezahlte SMS
- Bezahlte Meinungsportale und Foren
- Bezahlte Suchformulare (fur Webmaster)
- Bezahlte Werbebanner (fur Webmaster)
- Onlinewahrungen (z.B. Lose von Klamm.de)
Das Prinzip
Das Prinzip ist einfach: Der Nutzer registriert sich kostenlos bei einem Anbieter, erhalt Werbung in der gewunschten Form (E-Mail, SMS, Surfbar, Startseite) und kann sich, sobald er genugend Guthaben gesammelt hat, seinen Verdienst auf sein Konto auszahlen lassen. Nahezu alle Anbieter bieten ein Referal-Programm an bei dem der Nutzer seine Freunde mittels einer speziellen URL, dem Referal-Link, werben kann und prozentual an ihrem Verdienst beteiligt, haufig sogar auf mehreren Ebenen (Downline). Dem geworbenen Freund wird kein Geld abgezogen, der Anbieter schuttet zusatzlich etwas aus. Es handelt sich demnach nicht um ein illegales Schneeballsystem.
Der Auf- und Abstieg
Da viele Surfer auf das schnelle Geld hofften entwickelte sich schnell eine Szene um diese Dienste. Viele private Homepages wurden mit Werbebannern diverser Paid4-Anbieter gepflastert oder alleine zum Zweck der Verbreitung von Referal-Links erstellt. Viele Foren und Webseiten boten sich an den vorbeisurfenden Interessenten uber seine Verdienstmoglichkeiten aufzuklaren, dank Referal-Links eine nicht uneigennutzige Sache. Die meisten Nutzer schreckten in Erwartung des grossen Geldes auch vor dem Bekanntgabe personlicher Daten nicht zuruck. Einige Surfer liessen sogar mehrere Surfbars gleichzeitig laufen. Der Verdienst war recht ordentlich, dem bekannteste Paid4-Anbieter FairAd.de zahlte bis zu 1,- DM pro Stunde. Immer mehr grosse und kleine Anbieter versuchten sich mehr oder weniger professionell auf dem umkampften Markt zu platzieren. Wer fur etwas bezahlte konnte sich schon kurz nach seinem Start auf jede Menge geldhungriger Surfer gefasst machen, die sich in einschlagigen Foren gegenseitig warben. Das Interesse der Nutzer am Geld war hoch, das Interesse an den beworbenen Produkten jedoch gering. Es kam zu einem Engpass bei den Sponsoren und zur Senkung der Geldbetrage (Payrates). Viele der Paid4-Anbieter blendeten als Werbung hauptsachlich Werbung fur andere Paid4-Anbieter an so dass letzlich nur eine Umverteilung von Geld statt fand. Viele Nutzer konnten die ersurften virtuellen Geldbetrage schon nicht mehr auszahlen lassen weil der Anbieter einfach zahlungsunfahig war und schliessen musste. Viele in der Paid4-Szene haben durch die massiven Anmeldungen bei diversen Anbietern kein Geld, dafur aber jede Menge Spam erhalten.
Paid4-Szene heute
Bis auf Meinungsportale wie z.B. Ciao! haben sich die grossen Firmen aus der Paid4-Szene zuruck gezogen. Die meisten Nutzer haben auch inzwischen eingesehen, dass auf diese Weise nicht das grosse Geld zu machen ist. Viele privat und von kleinen Firmen betriebene Webseiten wie der Urahn der bezahlten Startseiten, das von Lukas Klamm betriebene Portal klamm.de, schaffen es jedoch weiterhin, ihre Besucher mit Centbetragen zu verguten.
Im Bereich der Werbung fur Webmaster entwickeln sich als Alternative zu den haufig unterdruckten Bannern oder Popups Angebote mit kontextorienter Werbung in Form einfacher Textlinks. Bestes Beispiel ist dafur Google Adsense.
Paid4-Szene in Amerika
Da die deutschen Anbieter meistens wenig zahlen oder mit Punktesystemen arbeiten gehen viele Leute meistens zu den amerikanischen bzw. englischsprachigen Seiten. Dort bekommt man dank der grossen Anfrage nach 'Search-Mails' haufig mehr Geld fur eine E-Mail bei den Paid4Mail-Anbietern. Viele Seiten schworen seit neustem immer mehr auf Auszahlung per Paypal, Moneybookers u.a. Onlinebanken. Da es jedoch schwarze Schafe gibt (auch 'Scam' genannt), die mit uberzogenen Angeboten wie 40 US-Dollar pro E-Mail User anlocken, geriet die Paid4-Szene in den USA immer mehr in den Hintergrund.
Weblinks
- Weitere Informationen uber das Thema (http://www.werbeplatz.net/geldverdienen.htm)
Kategorie:Internet
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