Cathy Freeman
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Cathrine (Cathy) Astrid Salome Freeman (* 16. Februar 1973) gewann bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney, bei denen sie das olympische Feuer entzundete, das 400-Meter-Rennen der Frauen. Sie lief in internationalen Wettbewerben Einzel- und Staffelrennen uber 200 und 400 Meter.
Freeman ist die erste Angehorige der Aborigine, den Ureinwohnern Australiens, die bei olympischen Spielen eine Goldmedaille gewann. Sie macht als Botschafterin ihres Volkes die australische Offentlichkeit und die Weltoffentlichkeit auf die Situation der Aborigines aufmerksam.
| Table of contents |
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1 sportliche Karriere
1.1 Erfolge 2 Privates
3 Engagement
4 Links
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sportliche Karriere
Ihr erstes Rennen gewann Cathy Freeman 1981 uber 80 Meter. Freemans erster Trainer war der Rumane Mike Danila. 1988 machte Freeman ihre erste Auslandsreise als Sportlerin in die USA, um an einem internationalen Athletentreffen teilzunehmen.
Am 3. Februar 1990 gewann sie mit der australischen 4x100 m Staffel die Goldmedaille bei den Commonwealth Games in Auckland, Neuseeland.
Peter Fortune wurde 1991 Freemans Trainer und war es bis zum Karriereende. Gemeinsam nahmen sie an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona teil, bei denen Freeman das Halbfinale uber 400 m verpasste. Mit der 4x400 m Staffel belegte sie den siebten Platz.
Im Vorfeld der Commonwealth Games 1994 in Victoria, Kanada, lieferte sich Freeman mehrere Zweikampfe mit Melinda Gainsford-Tylor, ebenfalls einer australischen Kurzstreckenlauferin der Weltklasse. Bei den Commonwealth Games gewann Freeman die Finallaufe uber 400 und uber 200 Meter. In der 4x400 m Staffel war die australische Staffel zwar als erste im Ziel, wurde aber wegen einer Rempelei zwischen Cathy Freeman und einer nigerianischen Lauferin disqualifiziert.
Ein sportlicher Tiefpunkt in Freemans Karriere war der vierte Platz bei der Leichtathletik-weltmeisterschaft in Goteborg 1995, bei denen sie mit dem Ziel, das 400 m Rennen zu gewinnen, antrat. Allerdings gewann sie mit der 4x400 m Staffel die Bronzemedaille.
Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, USA, wurde Freeman hinter Marie-Jose Perec aus Frankreich zweite uber 400 Meter. Dies war die erste Medaille fur eine Aborigine in einem olympischen Einzelwettbewerb. Uber 200 Meter schied sie bereits im Halbfinale aus. Perec gewann auch diese Disziplin. In der nacholympischen Saison war Freeman die erfolgreichere der beiden Konkurentinnen bei den grossen europaischen Leichtathletik-Meetings.
Die grossten sportlichen Momente in Freemans Lauferkarriere vor Sydney 2000 waren die Goldmedaillen uber 400 Meter bei der Weltmeisterschaften 1997 in Athen und 1999 in Sevilla. Im Jahr 1998 zwischen beiden Wettbewerben war sie verletzt und musste auf eine Teilnahme an den Commonwealth Games in Kuala Lumpur, Malaysia, verzichten. Mit der 4x400 m Staffel belegte Freeman in Athen den funften Platz.
Den - nach ihrer Aussage - grossten Moment ihrer sportlichen Karriere erlebte Freeman bei den Olympischen Spielen 2000 in ihrem Heimatland Australien in Sydney, als sie die Goldmedaille uber 400 Meter in einer Zeit von 49,11 Sekunden gewann. Uber die 200 Meter Strecke wurde sie siebte und mit der australischen 4x400 m Staffel funfte.
Als in den folgenden Jahren die Erfolge ausblieben, gab Cathy Freeman am 15. Juli 2003 ihren Rucktritt vom Leistungssport bekannt.
Erfolge
Zu ihren Erfolgen schreibt Cathy Freeman in einem Artikel, der einen Tag nach Bekanntgabe ihres Rucktritts im Daily Telegraph erschien:
I don't think anybody, certainly not myself, realised what a toll Sydney took on me. It was wonderful, marvellous, the pinnacle of my career. But it was also incredibly traumatic. More traumatic than I allowed myself to feel at the time and slowly but surely I have come to realise that I could not go through all that again.
And realistically, to win a gold medal in my own country, having lit the Olympic flame, there was never going to be a moment for an athlete finer that that.
...
And climaxing with that night in the Sydney Olympic Stadium when I won the 400 metres and then just sat there on the track, hardly daring to open the window in my mind that would let me experience all the feelings that were fighting to get in my head. I don't think I ever really did open the window fully.
Ubersetzung: Ich denke, dass niemand, insbesondere nicht ich selbst, realisiert hat, was fur ein Opfer ich fur Sydney bringen musste. Es war wunderbar, fabelhaft, der Gipfel meiner Karriere. Aber es war auch so unglaublich traumatisch. Traumatischer als ich mir zu dieser Zeit zugestand, zu empfinden. Und langsam aber sicher musste ich realisieren, dass ich das alles nicht noch einmal durchmachen konnte.
Und realistisch gesehen, wird es nie wieder einen herrlicheren Moment fur einen Athleten geben, als in meinem eigenen Land eine Goldmedallie zu gewinnen und das olympische Feuer entzundet zu haben.
... Und alles gipfelte in der Nacht im Olympiastadion in Syndney, als ich die 400 Meter gewann und dann einfach auf der Laufbahn sass und es kaum wagte, das Fenster in meinem Geist zu offnen, das mich all die Gefuhle erfahren lassen sollte, die darum kampften, in meinen Kopf gelassen zu werden. Ich denke nicht, dass ich das Fenster jemals wirklich ganz aufgemacht habe.
- erste bei den olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney uber 400 m
- erste bei den Weltmeisterschaften in Sevilla 1999 und Athen 1997 uber 400 m
- zweiter Platz uber 400 m bei den olympischen Spielen 1996 in Atlanta
Ein - wenn auch nicht sportlicher Erfolg - war die Ernennung zum „Australian of the year“ 1998.
Privates
Cathy Freeman wurde in Mackay, Queensland, Australien als Tochter von Norman Freeman, einem talentierten Rugby-Spieler, und Cecilia Sibley geboren. Cecilia brachte ihren Sohn Gavin (* 1961) und ihre Tochter Anne-Marie (* 1966) in die Ehe mit. 1974 wurde Cathys Bruder Norman und 1976 ihr Bruder Garth geboren.
Der Vater Norman war krank, litt an Alkoholismus und verliess seine Familie 1978. Seit 1979 lebten Cecilia und ihr Kinder mit Bruce Barber zusammen; kurze Zeit spater heiratete er Cecilia. Bruce wurde zum grossten Forderer Cathys: Er sammelte Geld, um die Reisekosten zu bezahlen und brachte der Familie viel Liebe entgegen.
Kurze Zeit nachdem Cathy Freeman von den Commonwealth Games 1990 zuruckkehrte, starb ihre Schwester Anne-Marie. Daraufhin widmete sie all ihre zukunftigen Erfolge ihrer verstorbenen Schwester. 1992 starb ihr leiblicher Vater Norman Freeman an einem Schlaganfall.
Cathy Freeman trennte sich 1996 von Nick Bideau, einem Journalisten aus Melbourne, der sie fruh entdeckte und managete und mit dem sie seit 1991 zusammen lebte. Im Jahr 1999 heiratete sie Alexander (Sandy) Bodecker, einen Manager beim Sportartikelhersteller Nike, um den sie sich wahrend einer Krebserkrankung im Jahr 2003 kummerte. Seit 2003 leben beide getrennt; Freeman ist mit Joel Edgerton, einem australischen Schauspieler, liiert.
Engagement
Cathy Freeman fuhlte sich immer als Aborigine und zeigte dies auch selbstbewusst in der Offentlichkeit. Sie erfuhr am eigenen Leib die zahlreichen Probleme, mit denen die australischen Ureinwohner zu kampfen haben. In ihrer fruhen Lauferkarriere wurde sie aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert, auf der exklusiven Madchenschule Fairholme College in Toowoomba, fur die sie 1988 ein Stipendium bekam, war sie eines von drei schwarzen Madchen unter 600 Schulerinnen.
Zu ihrer Herkunft sagte Freeman gegenuber Medienvertretern nach ihrem Erfolg mit der 4x400 m Staffel bei den Commonwealth Games 1990: Being Aboriginal means everything to me. I feel for my people all the time. A lot of my friends have the talent but lack the opportunity. Ubersetzung: Aboringine zu sein bedeutet alles fur mich. Ich fuhle die ganze Zeit fur mein Volk. Viele meiner Freunde haben Talent aber nicht die Moglichkeiten.
Als Freeman die Ehrenrunde bei den Commonwealth Games 1994 mit der australischen Flagge und der Flagge der Aborigines lief und so einen kleinen Skandal ausloste, interessierten sich die Medien schlagartig fur die Lauferin und Aborigine. Von einem Tag auf den anderen konnte Freeman eine breite Weltoffentlichkeit erreichen und sich in den Medien fur die Aboringines einsetzen.
Naturlich schwenkte sie auch bei den Weltmeisterschaften 1997 und den olympischen Spielen 2000 beide Flaggen, obwohl dies die Regeln des Internationalen Olympischen Komitees nicht erlauben.
Links
- [1] (http://www.cathyfreeman.com.au)
- [2] (http://www.olympic.org/uk/athletes/heroes/bio_uk.asp?PAR_I_ID=69981)
1964: Betty Cuthbert | 1968: Colette Besson | 1972: Monika Zehrt | 1976: Irena Szewińska | 1980: Marita Koch | 1984: Valerie Brisco Hooks | 1988: Olga Bryzgina | 1992: Marie-Josee Perec | 1996: Marie-Josee Perec | 2000: Cathy Freeman | 2004: Tonique Williams-Darling
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Freeman, Cathy |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Olympiasiegerin, entzundete das olympische Feuer |
| GEBURTSDATUM | 16. Februar 1973 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
en:Cathy Freeman
et:Cathy Freeman
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