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Els Calderers

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Table of contents
1 Lage
2 Geschichte
3 Besichtigung

3.1 Hauptgebaude
3.2 Kuche
3.3 Esszimmer
3.4 Musikzimmer
3.5 Schlafzimmer und Privatraume
3.6 Kornkammer
3.7 Keller
3.8 Warenverkauf

4 Weblinks

Lage

Els Calderers de Sant Joan ist ein unverkennbarer Herrensitz auf der Baleareninsel Mallorca. Das Landhaus Els Calderers liegt in der Gemeinde Sant Joan. Es ist uber die Hauptstrasse Palma-Manacor (Ausfahrt und Hinweisschild bei Kilometer 37) auf einer gut ausgebauten Nebenstrasse erreichbar.

Geschichte

Die Geschichte des Landhauses Els Calderers kann bis ins Jahr 1285 zuruckverfolgt werden. In diesem Jahr wird der Landsitz unter dem Namen der Besitzerfamilie Calderers ertsmals urkundlich erwanhnt. Noch im 13. Jahrhundert erwarb die Adelsfamilie Veri die gesamte Anlage. Das heutige stattliche Hauptgebaude wurde ab 1750 errichtet und wurde stetig bis ins fruhe 19. Jahrhundert erweitert.

Besichtigung

Ein so massiv wie spielerisch in die Landschaft plaziertes Gebaude mit gelbem Verputz, an dem der Efeu emporrankt, drei Stockwerke hoch, ein Balkon an der rechten Seite mit einem italienisch anmuteden Gelander, ein kleiner Bildstock mit einer Madonnenfigur an der Fassade unterhalb des Balkons - Els Calderes ist der Name dieses ehrwurdigen Gemauers, ein Gutshof, der zu Fussen der Einsiedelei des Puig de Bonany erbaut wurde. Zur Gesamtanlage des Anwesens gehoren das Hauptgebaude, mehrere Nebengebaude, Stallungen und Felder. Bemerkenswert sind die Vieh-, Pferde- und Geflugelstalle, in denen einheimische Tiere gehalten werden, unter anderem das beruhmte schwarze Schwein porc negre aus dem die schmackhafte mallorquinische sobrassada gemacht wird. Ausserdem gibt es verschiedenen Werkstatten wie eine Schmiede mit historischen Werkzeugen, ein Backhaus und die Wascherei, in der die Kleidung gewaschen und Stoffe gefarbt wurden, sowie eine grosse Scheune.

Hauptgebaude

Das Hauptgebaude ist ein charakteristisches Beispiel fur den mallorquinischen Landhausstil Finca rustica. Es ist ein dreistockiges Gebaude mit schlichter Fassade und einem Rundbogeneingang. Das Gebaude (18. und fruhes 19. Jahrhundert, mehrfach umgebaut) besitzt einen schonen Innenhof, der auf mallorquinisch saclastra genannt wird. Im Innenhof befindet sich ein Brunnen cisterna, der heute noch frisches Wasser fresquisima agua, wie im Buch 'Die Balearen' von Archiduque Luis Salvador schon erwahnt wurde, liefert. Ein Figurchen hier, eine handgearbeitete Spitzendecke da, monumentale Fauteuils und elegante Sofas, an den Wanden Portrats der Ahnen und Urahnen in Ol, zeugen noch heute vom erlesenen Geschmack der Herrschaft. Die alten Mallorquiner wussten ihren Wohlstand nicht nur zu geniessen, sondern auch zur Schau zu stellen.

Kuche

Die Kuche mit traditionellen Kuchengeraten und Wandkacheln (Anfang 20. Jahrhundert) wurde bis 1994 noch taglich benutzt. Die zahlreichen Teller, Kannen und Kubel lasst die Herzen der Antiquitatenspurnasen hoherschlagen. Nur solche alten seltenen Stucke wurden so gut wie nie zum Verkauf angeboten. Wer solches Gut veraussert, verkaufte einen Teil seiner Seele und wird sich zeitlebens gramen, fur ein paar Heller das Erbe der seiner Familie 'verraten' zu haben.

Esszimmer

In der Mitte des Esszimmers steht ein stilvoll gedeckter Tisch fur 18 Personen. Gelegenheiten wie eine Erstkommunion oder ein Jubilaum werden gerne wahrgenommen, um Nachbarn und Freunden des Hauses an einem reich gedeckten Tisch zu bitten. Dieser Drang, den anderen zu zeigen was man hat, ruhrt aus einer Zeit, als viele Mallorquiner auswandern mussten, um anderswo ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Musikzimmer

Die Puppe am Klavier, das aus dem fruhen 19. Jahrhundert stammt, tragt ein original mallorquinisches Seidenkleid. Der Raum ist im klassizistischen Stil eingerichtet. Viele Details weisen auf die traditionellen Musikinstrumente von Mallorca hin, wie zum Beispiel auf die kurze mallorquinische Flote, flaviol genannt, die nur mit einer Hand gespielt wird. Neben viele anderen nur auf Mallorca verwendeten Instrumenten hat auch der professionelle Geigenbau auf der Insel eine lange Tradition. Vor 200 Jahren genossen die Musikinstrumentebauer eine internationalen Ruf, wenn sie auch mit der beruhmten Stradivari aus dem italienischen Cremona nicht aufnehmen konnten.

Schlafzimmer und Privatraume

Ein Ankleidezimmer der Hausherrin, in dem eine schone Waschkommode steht. Von diesem Zimmer fuhrt eine Ture in das anschliessende Schlafzimmer mit einem Himmelbett, ein attraktives Beispiel eines klassischen-mallorquinischen Bettes. Solch prachtvolle Mahagonimobel galten eine zeitlang als Zeichen der Armut. Diese stammen meist aus der fur die Mobelpruktion auf Mallorca bekannten Stadt Manacor. Zu diesen seit Jahrhunderten uberlieferten Mobeln gehort der canterano, eine Kommode mit drei Schubladen, aussen reich mit Intarsien verziert. In ihr wurden die zumeist liebevoll verschnurten Bundel vielfach gestarkter und gemangelter Laken Seite an Seite mit dem ein oder anderen Ballen von roba de llengues, dem mallorquinischen Zungenstoff aus Hanfleinen, bunt bestickten Tischdecken und Servietten aufbewahrt. Der Lawendelduft in den Raumen stammt aus den kleinen Sackchen und schutze einst vor allzu gefrassigen Motten. Sowohl die Komode und der Inhalt gehorten zur Aussteuer, die noch heute von der Grossmutter auf die Mutter und dann auf die Tochter, mit neuen Stucken angereichert, feierlich weitervererbt wird.

Kornkammer

Die Kornkammer, eine grosse Halle, wird durch drei Pfeiler gestutzt. Hier werden verschiedene Fruchte und Getreide des Landsitzes gelagert, wie z. B.: Kichererbsen, Pferdebohnen, Bohnen, Mandeln, Mais, etc. Ausserdem werden verschiedene historische Arbeitsgerate und Werkzeuge gezeigt. Die Maschinen wurden seiner Zeit mit dem ersten Einzylinder-Petrolium-Motor angetrieben. Dieser Motor wurde spater zur Stromerzeugung verwendet und danach auch als Antrieb der Kornmuhle. Er steht heute noch in einem gut erhaltenen Zustand im Nebengebaude bei der typischen Kornmuhle.

Keller

Im Keller stehen noch die alten Weinpressen und Weinfasser. Heute wagen junge Winzer wieder einen neuen Anfang, nachdem der Weinbau Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Reblaus Philoxera ihren vernichtenden Niedergang erlitten hatte. Die meisten Weinabaugebiet mussten gerodet werden und wurden mit Mandelbaumen bepflanzt. Nun gibt es wieder einen qalitativ hochwertigen Wein im Landgut von Els Calderers.

Warenverkauf

Als Abschluss werden den Besuchern die leckeren Hausspezialitaten zum direkten Verzehr in der gemutlichen Bar oder im Verkaufsraum angeboten. Unter anderem kann man Wurst, 'sobrassada', Wein, Marmelade und Honig erwerben.

Im Sommer jeden Tag geoffnet, sonst auf Anfrage: Tel. (+34) 971 526069

  • Siehe auch: Mallorquinische Kuche

Weblinks

  • Zur Landkarte Mallorca (http://www.palmap.info)

Kategorie:Mallorca

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