E-Commerce
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Als E-Commerce wird die Form der Geschaftsbeziehungen bezeichnet, bei der uber das Internet eine unmittelbare Handels- oder Dienstleistungsbeziehung zwischen Anbieter und Abnehmer abgewickelt wird.
| Table of contents |
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1 Begriffsklarung
2 E-Commerce in Europa – Problematik und Vorzuge
3 Das Online-Kaufverhalten
4 Literatur
5 Weblinks
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Begriffsklarung
Im weiteren Sinne umfasst es jede Art von geschaftlicher Transaktion, bei der die Transaktionspartner im Rahmen von Leistungsanbahnung, Leistungsvereinbarung oder Leistungserbringung elektronische Kommunikationstechniken einsetzen. In der Literatur findet sich hierfur haufig auch der Begriff Electronic Business, der durch eine IBM-Werbekampagne in den 90er Jahren popular wurde.
Die Besonderheiten beim E-Commerce gegenuber den traditionellen Vertriebskanalen sind die enorme Flexibilitat auf der Angebotseite, sowie eine erhebliche Reduktion der Transaktionskosten mit Geschaftspartnern. Es werden beispielsweise auch Reise- oder Telefonkosten in der Kundenakquisition und Leistungsprasentation gesenkt. - Die raumlichen Distanzen sind bei physischen Leistungen dennoch auf traditionellem Weg zu erbringen und erfordern entsprechende Logistikkapazitaten.
Aufgrund der uber 50%-igen Marktdurchdringung von Internetanschlussen selbst bei Privathaushalten in Deutschland, hat sich E-Commerce vor allem uber Auktionshauser zunachst im C2C und B2C Markt durchgesetzt. Bei institutionellen Geschaftspartnern im B2B Markt werden Ausschreibungen und Geschaftsanbahnungen ebenfalls immer haufiger via Internet abgewickelt und einige Grossunternehmen lassen bereits keine Lieferanten mehr zu, die sich nicht auf diesem Weg an der Vergabe beteiligen.
Im industriellen Bereich kann der Anbieter so im direkten Kontakt mit dem Kunden technische Spezifikationen, Lieferwunsche und nicht selten auch eine geforderte Kooperation mit anderen Anbietern abfragen, in seine Datenbank oder CAD/CAM-Systeme zur Planung ubertragen und in kurzester Zeit massgeschneiderte Angebote, ohne Aussendienstbesuch oder aufwandige Recherchen, erstellen.
Rechtlich geregelt ist die Materie E-Commerce in Osterreich vor allem durch das E-Commerce-Gesetz (ECG), das Fernabsatzgesetz, das Signaturgesetz, das Zugangskontrollgesetz sowie das E-Geld-Gesetz, wobei die vertrags- und schadenersatzrechtlichen Bestimmungen des ABGB, soweit sie nicht durch diese Sonderbestimmungen modifiziert sind, auch hier gelten. Das Recht der Bundesrepublik Deutschland kennt wie ublich ahnliche Bestimmungen.
Siehe auch: Distributionspolitik, E-Government, E-Shop, Etix, Katalogmanagement, Elektronisches Geld
E-Commerce in Europa – Problematik und Vorzuge
Das Internet eroffnet neue Absatzwege, die sowohl Handlern als auch Nutzern vollig neue Moglichkeiten bieten. Der grenzuberschreitende E-Commerce verfugt uber eine nie dagewesene Vielfalt einerseits, birgt aber andererseits auch Risiken auf Grund der ungeklarten Rechtslage. Diese konnen soweit reichen, dass die Handelsaktivitaten auf beiden Seiten blockiert werden. Der Handler vertreibt weiterhin nur auf einem nationalen Niveau seine Waren, der Kunde zogert beim Kauf in anderen Landern aus Angst vor der Vorgehensweise bei moglichen Problemen.
Um die Transaktionen zu vereinfachen, herrscht innerhalb der EU das Herkunftslandsprinzips, d.h. es gilt des Recht des Landes in dem der Handler seinen Sitz hat. Das Recht des Kauferlandes miteinzubeziehen erwiese sich als kompliziert, der Handler musste sich somit in der EU mit 25 unterschiedlichen Rechtssprechungen auseinandersetzen, die obendrein zum grossten Teil in fremden Sprachen verfasst sind. Doch auch das Herkunftslandsprinzip erweist sich nicht als ideal: im Schuldfall kennt der Kaufer meist nicht das Recht des anderen Landes und kann dadurch nicht ohne weiteres seine Interessen vertreten. Daruber hinaus sind die Rechtsprechungen der einzelnen Lander oftmals unterschiedlich und ubervorteilen Handler einzelner Nationen gegenuber anderen. Theoretisch hat jedes Land die Moglichkeit seine Rechtssprechung entsprechend abzuandern, um die eigene Wirtschaft zu starken. Um die Chancengleichheit zu wahren und die Transaktionen zu vereinfachen ist ein einheitliches europaisches Wettbewerbsrecht ein wichtiges Ziel.
Trotz dieser Schattenseiten bringt der grenzuberschreitende Internethandel naturlich viele Vorzuge. Viele Artikel beispielsweise werden nur in bestimmten Landern angeboten. Mit Hilfe spezieller Suchmaschinen kann der potentielle Kunde nun die gesuchten Produkte aufspuren und sogar die Angebote der Handler in den verschiedenen Landern vergleichen. Teilweise fallen nicht nur die Preise einzelner Produktgruppen unterschiedlich aus sondern auch die Mehrwertsteuersatze, so dass sich trotz der erhohten Portokosten eine Bestellung im Ausland als sehr lohnend erweisen kann. Innerhalb von der EU wird der Kaufer nicht mit Zollen belastet, so dass die reellen Kosten transparent bleiben.
Zusammenfassend lasst sich sagen, dass der grenzuberschreitende E-Commerce zwar durch bestimmt rechtliche Unsicherheiten etwas gebremst wird, aber ein grosses Entwicklungspotential bietet. Ein einheitliches europaisches Recht das die Interessen des Verbrauchers noch besser berucksichtigt wird langfristig sicherlich fur ein weiteres Wachstum sorgen.
Das Online-Kaufverhalten
Laut der reprasentativen Studie 'E-Commerce 2004' (in Auftrag gegeben von der Postbank) sind karriereorientierte Frauen die aktivsten Online-Shopper. Wichtig sind neben der schnellen Lieferung der Waren vor allem die Moglichkeit rund um die Uhr einzukaufen sowie bessere Preis- und Warenvergleichsmoglichkeiten.
Die Studie zeigt deutliche Unterschiede, was das Einkaufsverhalten zwischen mannlichen und weiblichen Kunden betrifft. Frauen verbringen demnach weniger Zeit im Internet, liegen aber beim Online-Kauf dennoch vorne. Manner kaufen dagegen haufiger bei Auktionen und auslandischen Online-Shops. Die grosste Lust am virtuellen Einkaufsbummel haben einkommensstarke Frauen mit einem Einkommen von mehr als 3000 Euro netto. Vor allem Reisen, Uhren, Schmuck und Mode stehen dabei in der Gunst ganz oben. Wahrend fur Manner gunstige Preise wichtig sind, legen Frauen grosseren Wert auf Qualitat der Ware und Kundenservice. Eindeutig vorne liegen Manner beim Online-Banking, Online-Brokerage und der sonstigen Abwicklung von Aktiengeschaften im Internet. Bei der Untersuchung wurden 264 Online-Handler und 1020 Privatpersonen befragt.
Literatur
- Schwarz/Peschel-Mehner (Hrsg.): Recht im Internet(http://www.kognos.de/produktshow.php3?bereich=recht&prod=ri). Kognos Verlag Augsburg, ISBN 3-931314-04-9
- Amor, Daniel: Dynamic Commerce(http://www.ebusinessrevolution.com/deutsch/dynamiccommerce1/), 1. Auflage, Galileo-Press, Bonn, 2001, ISBN 3934358640
Weblinks
- Shopwahl: Verzeichnis deutschsprachiger E-Commerce-Handler(http://www.shopwahl.com/)
- Commercemanager.de: aktuelles, unabhangiges Fachportal zum Thema E-Commerce, mit grosser Marktubersicht(http://www.commercemanager.de)
- Informationen zu Umsatzvolumen in B2B- und B2C-Handel und zur Demografie der Online-Shopper(http://www.dmmv.de/shared/data/pdf/dmmv_praesentation_e_Commerce_0704.pdf)
- Weiterbildendes Online-Studium 'E-Commerce and -Business' an der TU Kaiserslautern(http://www.zfuw.uni-kl.de/management/ecb-top.html)
- E-Commerce Magazin(http://www.e-commerce-magazin.de/)
- ECC-Handel: E-Commerce-Informationen fur den Handel(http://www.ecc-handel.de/)
- Antag: Produktsuche bei deutschsprachigen Anbietern(http://www.antag.de/)
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Kategorie:Wirtschaftsinformatik Kategorie:Handel
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