Soldat
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[[Bild:Soldat.jpg|thumb|Ein norwegischer Soldat (mit einer MP5 bewaffnet).]]
Ein Soldat (nach dem Sold, den er bezieht) ist ein bewaffneter Angehoriger einer Armee oder der Streitkrafte eines Landes. In der Schweiz wird er haufig als Wehrmann bezeichnet.
| Table of contents |
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1 Geschichte
2 Dienstgrade
3 Aufgaben
4 Berufsbild
5 Warlords
6 Zitate
7 Siehe auch
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Geschichte
thumb|Deutsche Soldaten 1914
Soldaten im eigentlichen Sinne entstanden nach dem romischen Reich in Europa erst wieder mit der Bildung stehender Heere. Fruhere Heere wurden entweder durch feudale Strukturen kurzzeitig verpflichtet oder fur den jeweiligen Kriegszug von anderen Landesoberhauptern gekauft (Landsknechte, Soldner).
Soldaten fuhlten sich zunachst nur an ihren Kommandeur gebunden, der der jeweiligen Einheit oft auch seinen Namen gab. Erst mit dem Ubergang von der absolutistischen zur nationalen Staatsidee wandelte sich auch das Bild vom Soldaten, der nun seiner Nation verpflichtet war. Die Streitkrafte der Bundesrepublik Deutschland, die Bundeswehr, verstehen ihre Soldaten als 'Staatsburger in Uniform', um deutlich zu machen, dass anders als in fruheren deutschen Armeen der Soldat weiter in die zivile Gesellschaft eingebunden bleiben soll.
Dienstgrade
Die meisten Soldaten haben einen Dienstgrad, der ihre Stellung und ihre Befugnisse innerhalb der Streitkraft regelt. In der Regel untersteht ein Soldat mit einem niedrigen Dienstgrad dem Kommando eines hoher gestellten Soldaten, es gibt aber Ausnahmen. Ein einfacher Soldat ('Mannschaftsdienstgrad') hat im Gegensatz zu Offizieren oder Unteroffizieren keine Befehlsgewalt, sofern er diese nicht zur Erfullung besonderer Aufgaben erhalten hat (etwa als stellvertretender Wachhabender, Wachvorgesetzter, Vorgesetzter aufgrund besonderen Aufgabenbereichs oder auch bei Aufsicht von Kriegsgefangenen).
Aufgaben
Eigentliche Aufgabe von Soldaten ist der Kampf gegen Soldaten feindlicher Armeen. In vielen Landern erfolgt ihr Einsatz -zur Wahrung bestehender Verhaltnisse- auch gegen das eigene Volk.
Im Kriegsfall werden Soldaten fur viele Aufgaben eingesetzt, hauptsachlich jedoch, um dem Gegner mit Waffengewalt Schaden zuzufugen, entweder indem militarische Ziele vernichtet oder eingenommen werden, oder indem ein gegnerischer Angriff abgewehrt wird. In Friedenszeiten werden Soldaten auch fur humanitare Aufgaben eingesetzt.
Berufsbild
In europaischen oder vergleichbaren Landern werden Soldaten oft an andere Dienstorte versetzt â auch in Friedenszeiten; dies hat zur Folge, dass die Familien oft unter einer erhohten Belastung stehen, da es schwer ist, Bekannten- und Freundeskreis, Berufstatigkeit des Ehepartners und Schulbesuch konstant zu gestalten. Auch die im Allgemeinen kritische Haltung der Bevolkerung gegenuber dem Militar tragt nicht zur Beliebtheit dieses Berufes bei. Der Beruf des Soldaten hat den Vorteil, dass der Ruhestand meist sehr fruh beginnt, kommt es doch auf die korperliche Fitness an. Auch sind in vielen europaischen Landern die Soldaten verbeamtet.
Die meist gute technische Ausbildung des Soldaten wird auch in der Wirtschaft geschatzt. Die Moglichkeit, sich als Zeitsoldat zu verpflichten und dadurch vom Staat ausgebildet zu werden, wird von vielen genutzt. Daher treten ehemalige Soldaten oft spater noch einmal ins zivile Berufsleben ein; Luftwaffenpiloten arbeiten dann beispielsweise als Verkehrspiloten, auch haben viele Fahrschullehrer ihren Beruf bei der Bundeswehr erlernt.
Warlords
In Landern ohne Zentralgewalt, wie etwa in einigen Landern Asiens oder Afrikas (Afghanistan, Somalia) verdienen sich Soldaten ihren Lebensunterhalt oft durch Plunderungen und Raub unter der Regie von so genannten Warlords, die Landesteile kontrollieren.
Auch in Europa waren die eigenen Armeen fur die Zivilbevolkerung eines Landes oft verheerend (Dreissigjahriger Krieg, Hundertjahriger Krieg).
Es lag an den Heerfuhrern, wo und wie sie die Bezahlung ihrer Truppen erhielten. So gab es in alten Zeiten kaum einen Unterschied, ob ein feindliches oder freundliches Heer durchs Land zog, da der Sold der Soldaten oft nur aus dem bestand, was Land und Bewohnern zu nehmen war.
Zitate
- Wir Soldaten haben den Frieden zum Beruf. Dieter Wellershoff (*1933), dt. Admiral, Generalinspekteur der Bundeswehr a.D.
- Wenn man sein Wesen betrachtet, ist der Militardienst in sich eine sehr ehrenvolle, sehr schone, sehr edle Sache. Der eigentliche Kern der Berufung zum Soldaten ist nichts anderes als die Verteidigung des Guten, der Wahrheit und vor allem jener, die zu Unrecht angegriffen werden. Johannes Paul II.
- Der Autor Kurt Tucholsky bezeichnete in dem Weltbuhnen-Artikel Der bewachte Kriegsschauplatz Soldaten als Morder.
Siehe auch
- Bausoldat
- Bauernsoldat
- Befehl
- Blauhelm
- Bundnis
- Eid
- Gelobnis
- KFOR
- Kriegsdienstverweigerung
- Miliz
- Musketier
- Soldner
- Spielzeugsoldat
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Kategorie:Militarwesen Kategorie:Dienstgrad Kategorie:Beruf
en:Soldier eo:Soldato fi:Sotilas fr:Soldat he:חייל la:Miles nl:Soldaat no:Soldat sv:Soldat
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