Skateboard
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thumb|360° Flip
Skateboarder.jpg
Das Skateboard Template:Lautschrift, gelegentlich eingedeutscht auch Rollbrett genannt, ist ein aus 7-schichtigem, kanadischem oder baltischem Holz (Ahorn) oder Tropenholz bestehendes Brett (auch kurz als Deck oder Board bezeichnet, ubliche Langen etwa 80 cm, ubliche Breite etwa 20 cm), an dessen grafisch oft aufwandig gestaltete Unterseite zwei beweglich gelagerte Achsen (trucks) geschraubt werden. Jede der beiden Achsen tragt zwei kugelgelagerte Rollen (wheels) aus Kunststoff (Polyurethan in verschiedenen Harten und Durchmessern). Durch die beweglich um einen Kipppunkt gelagerten Achsen kann das Skateboard mittels Gewichtsverlagerung gelenkt werden. Zum besseren Halt des Fahrers auf dem Skateboard wird ein meist schwarzes, selbstklebendes Schleifpapier (griptape) auf die Oberseite/Trittflache geklebt. Die meisten heutigen Skateboards haben vorne wie hinten einen jeweils uber die Achsen herausragenden, nach oben gebogenen Teil. Der hinten uberstehende Bereich des Bretts heisst tail, der vordere nose.
Neben der oben beschriebenen, verbreiteten Form des Skateboards existieren Varianten. Die wichtigsten sind:
- Longboards (langeres Deck, grossere und weichere Rollen, meist weniger ausgepragte Nose und Tail)
- Slalomskateboards (oft aus flexibel schwingendem Holz und haufig ohne jeglichen Uberstand an Nose und Tail)
| Table of contents |
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1 Disziplinen des Skateboardens
2 Skateboardtricks
3 Kultur des Skateboardens
4 Geschichte des Skatens
5 Professionelle Skateboarder
6 Verwandte Wikipedia-Artikel
7 Weblinks
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Disziplinen des Skateboardens
Das Skateboard wird selten nur als reines Fortbewegungsmittel eingesetzt. Das Skateboarden (auch: das Skaten) hat sich vielmehr im Lauf der Jahrzehnte zu einer Sportart entwickelt mit einem reichen Repertoire an Kunststucken (meist Sprunge mit dem Skateboard, oft in Kombinationen mit Drehungen des Boards und/oder des Korpers, in der Gesamtheit Tricks genannt) und einer eigenen Begrifflichkeit.
Im Vordergrund steht heute das Streetskaten. Hier werden die Tricks entweder an den im stadtischen Raum vorzufindenden Hindernissen (Mauern, Treppen, Gelander, Rampen und ahnliches) oder aber in einer kunstlich angelegten Hindernislandschaft gemacht (Skatepark), die dem stadtischen Raum in skateboardoptimierter Form nachempfunden ist. Beim reinen Streetskaten ausserhalb der Skateparks kommt es durch die Nutzung des offentlichen Raumes und den oft mit dem Skaten einhergehenden Sachbeschadigungen und Larmentwicklungen haufig zu Konfrontationen mit Anwohnern, Haus- und Grundstuckseigentumern sowie den Ordnungskraften. Ein fur das Streetskaten geeignetes Terrain, oft auch ein Treffpunkt von Skatern, wird Spot genannt.
Neben dem Streetskaten ist das Vertskaten (von engl. vertical fur dt. senkrecht) noch von Bedeutung. Hier wird das Skateboard in einer speziell fur das Skaten geschaffenen Halfpipe gefahren, einer im Profil U-formig konstruierten Anlage, in welcher der Skater zwei gegenuberliegende, im oberen Teil senkrechte Steilwande befahrt, die durch Rundungen (transitions) mit einer dazwischen liegenden, waagerechten Ebene (flat) verbunden sind. Die Tricks werden im Vertskaten entweder als Flugtricks (airs) oberhalb der Steilwand durchgefuhrt oder aber an der meist mit einem Stahlrohr (coping) versehenen Abschlusskante der Steilwand (liptricks). - Eine populare Abwandlung der Halfpipe ist die Miniramp, eine niedriger ausgefuhrte Konstruktion ohne den vertikalen Anteil der Steilwand. In der Formgebung von Halfpipe und Miniramp finden sich die Wurzeln des Skateboardens wieder: die Rundungen und einige der sich daraus ergebenden Bewegungsablaufe erinnern an das Surfen (Wellenreiten).
Von mittlerweile geringerer Bedeutung als Street- und Vertskaten sind Freestyle-, Slalom- und Downhillskaten. Beim Freestyleskaten wird weitestgehend auf die Einbindung von Hindernissen verzichtet. Die Tricks werden hier mit artistischem Schwerpunkt und unter betonter Einbeziehung des Skateboards als eine Art von Turngerat ganz uberwiegend auf ebener Flache durchgefuhrt. Beim Slalomskaten (in den 1970er Jahren popular) geht es um das schnelle und fehlerfreie Durchfahren einer Slalomstrecke. Downhillskaten ist die auf Hochstgeschwindigkeit angelegte Bewaltigung einer Abfahrtsstrecke.
Skateboardtricks
Basistrick des modernen Skateboardens ist der Ollie. Es handelt sich bei diesem Trick um eine Technik, mit der durch die zeitliche und motorische Koordination von impulsgebendem, das Brett hochschnellen lassendem Tritt auf den hinteren Uberstand (Tail) und fuhrender Bewegung des vorderen Fusses mit dem Skateboard gesprungen werden kann. Obwohl das Skateboard mit dem Fahrer nicht verbunden ist, kann das Deck in der Flugphase des Sprunges durch diese Technik kontrolliert und gesteuert werden. Der Ollie wurde von Alan Gelfand zunachst in der Halfpipe erfunden und angewandt und spater von Rodney Mullen auf flaches Terrain und das Streetskaten ubertragen.
Die Namensgebung der Tricks im gegenwartigen Skaten bestimmt sich in der Regel aus den mit dem Skateboard ausgefuhrten Sprung- bzw. Flugbewegungen (meist Drehungen des Decks um die Langsachse, sogennante Flip-Tricks, oder die senkrechte Mittelachse; auch Kombination von beidem), aus den Bewegungen des Fahrers in Bezug auf sein Board, aus der Stellung des Fahrers zum angesprungenen Hindernis sowie aus den Bewegungen am Hindernis selbst. Ausserdem ist von Bedeutung, mit welchem Teil des Skateboards ein Hindernis angesprungen wird: Rutscht der Skater mit dem Holzteil des Skateboards (dem Deck) uber einen Gegenstand, so bezeichnet man dies als einen Slide (z.B. Boardslide, Noseslide, Tailslide). Rutscht er hingegen mit einer oder zwei Achsen auf der Kante eines Gegenstands, so spricht man von einem Grind (z.B. 5-0 Grind, wenn die hintere Achse beteiligt ist oder 50-50 Grind bei Beteiligung beider Achsen). Die grosse Vielfalt des modernen Skatens wird durch mehrfache Kombinationen verschiedener, einzelner Tricks in einem Gesamttrick erreicht. Eine erhohte Schwierigkeit besteht ausserdem darin, einen Trick auszufuhren, wahrend man entgegen der individuellen und intuitiv gegebenen Fussstellung auf dem Board steht (switchstance bzw. switch fahren) oder ruckwarts fahrt (einen trick fakie machen). Neben den immer schwierigeren Kombinationen von Tricks werden beim Skaten durch Sprunge (z.B. uber Treppenstufen) und auch Grinds und Slides (z.B. an Gelanderhandlaufen, englisch: Handrails) immer grossere Hohen und Weiten uberwunden. Von grosser Bedeutung ist ausser den sportlich-technischen Schwierigkeiten eines Tricks der Stil des jeweiligen Skaters (style), da sich hierin Originalitat, Kreativitat und Individualitat des Skatens zum Ausdruck bringen.
Begriffe aus dem Skateboarden, insbesondere das Schema der Trickbezeichnungen, wurden zum Teil auf andere Sportarten ubertragen. So lassen sich beim Snowboarden und bei der trickorientierten Variante des Inlineskatens (aggressive inline) ahnliche Bezeichnungen finden.
Wer sich naher speziell mit den Skateboardtricks auseinandersetzen mochte, sollte auf die entsprechende Wikipedia-Seite schauen.
Kultur des Skateboardens
Eine mit anderen Sportarten vergleichbare Organisationsstruktur (Verbande, Vereine, Wettkampfbetrieb in regelmassigen Ligen und ahnliches) hat sich im Skateboarden nicht entwickeln bzw. durchsetzen konnen. Das Skaten wird im Selbstverstandnis vieler Skater eher als individualisierter Lebensausdruck (mitunter auch als eine Art von Kunst) denn als Sport angesehen. Wettkampfe (contests) gibt es daher meist nur sporadisch und haben oft einen betont geselligen Charakter. Die dennoch zu beobachtende Professionalisierung des Sports (vor allem in den USA, aber auch hinsichtlich des Skateboardens als vielleicht dereinst olympische Disziplin) sowie die Verbindung zu kommerziellen Strukturen (z.B. als Werbetrager oder in seiner Vermarktung als Computerspiel) werden in der Szene kontrovers diskutiert.
Die aus der Nutzung und »Aneignung« des offentlichen Raumes oftmals erwachsenden Konflikt- und Kriminalisierungserfahrungen, die ersten Ursprunge des Skatens in der »Aussteigermentalitat der Surfer« sowie die abgeforderte Kreativitat haben das Skaten bis heute subkulturell verwurzelt. So ist es eine gewisse Verbindung mit Musikstilen (Punk, Hip Hop), der Mode und der bildenden Kunst eingegangen (z.B. Graffiti, Grafikdesign, Fotografie).
Wegen der weitgehend fehlenden Organisationsstruktur, seinem gewollt ungeregelten Charakter und den meist jungen Ausubenden wird Skateboarden haufig zu den sogenannten Funsportarten gerechnet. Gegen diese Einordnung spricht jedoch neben seinen subkulturellen Verbindungen die Kontinuitat des Skateboardens, das nunmehr seit Jahrzehnten ausgeubt wird. Daruber hinaus stellt die Komplexitat des Sports hohe Anforderungen an Durchhaltewillen und Lernbereitschaft, die dem Charakter schnell erlernbarer und schnelllebiger Funsportarten entgegensteht.
Geschichte des Skatens
Der Ursprung des Skateboardens liegt in den 1960er Jahren in Kalifornien (USA) und entstand durch die Ubertragung des dort verbreiteten Surfens (Wellenreitens) auf den Asphalt bzw. Beton. Einen grossen technischen Fortschritt bedeuteten die Entwicklung von Polyurethan-Rollen mit besseren Haft- und Rolleigenschaften sowie die Konstruktion des im Prinzip heute noch gebrauchlichen Achssystems, dessen gewichtssensible Beweglichkeit das Lenken des Skateboards ermoglicht. In den fruhen 1990er Jahren wandelte sich die Form des normalen Street-Skateboards zu einem schlankeren, fast symmetrischen Zuschnitt mit nahezu gleich langen Uberstanden an Nose und Tail. Durch diese Bauweise und die dadurch ermoglichten Bewegungsablaufe und Hebelwirkungen wurden ganz neue Tricks ausfuhrbar. In seiner Konstruktionsweise scheint das Skateboard mittlerweile ausgereift zu sein: Versuche mit neuen Materialien (z.B. Boards aus Aluminium) oder Achstechniken (bei Longboards) konnten sich nicht durchsetzen oder fuhren nur eine Nischenexistenz.
In den zuruckliegenden Jahrzehnten gab es mehrere Phasen, in denen sich das Skaten grosser Popularitat erfreute. Sie wurden abgelost von Zeitraumen, in denen der Sport viele seiner Anhanger verlor und er nur noch von einigen wenigen Leuten ausgeubt wurde. Viele kleine Skateboardfirmen mussten in solchen Zeiten hohe Verluste einfahren oder gar schliessen.
Ein wichtiges Kommunikationsmittel der Szene sind regelmassig erscheinende Print- und Videopublikationen.
Unvollstandige Liste deutscher Magazine:
- Monsterskatemag (http://www.skateboardmsm.de/)
- Kingpin (Europa)
- Boardstein
- Limited
- Brett
Unvollstandige Liste von Skateboardmagazinen:
- Thrasher
Unvollstandige Liste von Skateboardvideomagazinen:
- 411VideoMagazine (http://www.411vm.com)
- Monster Movie Mag
- Opposide DVD Mag
Professionelle Skateboarder
Professionelle Skateboarder (sogenannte Pros) verdienen ihr Geld durch Sponsorenvertrage mit Skateboardfirmen. Diese Firmen stellen den Fahrern Material in Form von Kleidung, Skateboards oder sonstiger Skateboardausrustung und auch Geld zur Verfugung. Naturlich kann man so einen harten Sport wie Skateboarding nicht ewig ausuben, deswegen ist es schon fast soetwas wie eine Tradition, dass professionelle Skateboarder, die nicht mehr aktiv sind, in Firmen von denen sie gesponsert wurden mitarbeiten oder eine eigene Firma ins Leben rufen.
Verwandte Wikipedia-Artikel
- Skateboardtricks
- Longboard
- Snakeboard
- Fingerboard
- Snowboard
- Wellenreiten
- Tony Hawk
- Doo Doo
Weblinks
- http://www.skateboard.de - Deutschsprachige Community von und fur Skateboarder
- http://www.skaten.de - Skateboard Community fur Anfanger & Pros
- http://www.skateboardphotography.com - Webcommunity zum Thema Skateboardfotografie
- http://www.skateboard-verein.de - 1.Berliner Skateboardverein
- http://www.kingpinmag.com/ - Europaisches Skateboarding Magazine
- http://www.skateboarding.com - US-amerikanisches Skateboardmagazin
- http://www.thrashermagazine.com - US-amerikanisches Skateboardmagazin
- http://www.slapmagazine.com - US-amerikanisches Skateboardmagazin
- http://www.411vm.com - US-amerikanisches Videomagazin
- http://www.ncdsa.com - US- und Internationales Forum fur alle Skateboarddisziplinen
- http://www.freestyle-skateboarding.de - Deutsche Freestyle Skateboarding Plattform
Kategorie:Sport
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